Anzeige
21. Dezember 2015, 10:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Zwei Drittel der Deutschen wünschen digitale Beratung

Beratungsprotokolle gelten als bürokratisch und unbeliebt bei Banken und Kunden. Eine neue Studie zeigt jedoch: 89 Prozent der Verbraucher wünschen sich ein nachvollziehbares, ausführliches Beratungsprotokoll. Unbürokratisch soll aber sein, am liebsten schnell und digital.

Fondskonzept-digitalisierung in Studie: Zwei Drittel der Deutschen wünschen digitale Beratung

Digitale Beratung liegt im Trend

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von NFS Netfonds.

“Die hohe Akzeptanz der umstrittenen Protokolle ist überraschend, passt aber zum Bedarf nach Transparenz und Verständlichkeit”, sagt Christian Hammer, Geschäftsführer von NFS Netfonds. “Auch die neue Gesetzesinitiative Mifid II wird die bedarfsgerechte Beratung noch stärker fokussieren.”

Immerhin wünschen sich jeweils 97 Prozent der Befragten eine auf ihre Situation angepasste Beratung sowie eine verständliche Erklärung. Diese Wünsche sollen möglichst einfach und schnell umgesetzt werden. 83 Prozent der Befragten erwarten eine unbürokratische Bestätigung von Beratungsaufträgen und Anlagekäufen.

“Eine einfache und unkomplizierte Abwicklung des Beratungsprotokolls ist durch gute Applikationen inzwischen sehr praktikabel”, sagt Hammer. Ein Beispiel sei die Netfonds Beraterplattform mit der die rechtssichere Dokumentation digital möglich ist. Zudem lasse sich darüber auch eine konsolidierte Vermögensaufstellung für das Beratungsgespräch oder die Kunden selbst per Login jederzeit zur Verfügung stellen.

Sieben von zehn Kunden bevorzugen PIN/TAN-Verfahren

“Banken haben die Digitalisierung teilweise verschlafen und lassen eine Lücke, die von innovativen Fintechs genutzt wird. Finanzberater können ihnen jedoch Paroli bieten, wenn sie ihre Beratungskompetenz mit digitalen Angeboten im Service aufwerten und intelligent kombinieren”, sagt Hammer. Gerade im Service spielen Schnelligkeit und Bequemlichkeit für Kunden eine große Rolle. 86 Prozent der Befragten wollen unaufgeforderte Rückmeldungen zum Bearbeitungsstand ihres Finanzanliegens. 68 Prozent möchten ihre Aufträge bequem per PIN/TAN-Verfahren bestätigen. Die digitale Unterschrift wollen dagegen nur 37 Prozent.

Auch Innovationen gegenüber sind Finanzkunden durchaus aufgeschlossen. 65 Prozent der Befragten würden es schätzen, den Status Quo der Portfolioentwicklung anschaulich aufbereitet online oder als App vorzufinden. 47 Prozent können sich sogar vorstellen, im Rahmen eines hochwertigen Finanzmanagement-Programms online auch selbstständig ohne Berater über einen geführten Prozess eine Geldanlage zu tätigen.

Fester Ansprechpartner ist weiterhin wichtig

“Das bedeutet jedoch nicht, dass der Mensch in der Finanzberatung ersetzt wird. Auf einen festen Ansprechpartner, der die Entwicklung der Geldanlagen im Blick behält und reportet, individuelle Empfehlungen macht und jederzeit erreichbar ist, wollen die Kunden nicht verzichten”, so Hammer. 91 Prozent wünschen sich einen festen Ansprechpartner, der alle ihre Anliegen abwickelt. Neun von zehn Befragten ist auch die Erreichbarkeit wichtig. “Banker die sich selbständig machen, haben meist Kundenbeziehungen, die bereits Jahrzehnte bestehen. Jahrelange Vertrauensverhältnisse sind letztendlich jedem Kunden nicht nur in der Finanzbranche wichtig.” sagt Hammer. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Riester-Rente: Eine schlechtgeredete Erfolgsgeschichte

Arbeitnehmer sollten sich die Riester-Rente nicht entgehen lassen. Die großzügige staatliche Förderung sorgt für stattliche Renditen. Riestern lohnt sich beinahe für alle – ganz unabhängig vom Zinsniveau.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Immobilien

“Verlauf von Kundenakquise, Beratung und Abschluss wird wichtiger”

Robert Annabrunner, Bereichsleiter Vertrieb Drittvertrieb bei der Postbank-Tochter DSL Bank, sprach mit Cash. über eine erste Bilanz zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie und den Wettbewerb zwischen Hausbanken und Baufi-Vermittlern.

mehr ...

Investmentfonds

T. Rowe ist skeptisch aufgrund niedriger Volatilität

In den vergangenen Wochen und Monaten bewegten sich die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten kaum. Viele Anleger sind über die Ruhe vielleicht sogar erfreut. Allerdings könnte die Volatilität auf mittlere Sicht wieder anziehen.

mehr ...

Berater

Internetmarketing: “Makler müssen Online-Servicepunkte bieten”

Jan Helmut Hönle, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Hönle.training, ist Experte für Internetmarketing und Online-Beratung. Im Gespräch mit Cash. erläutert er, wie Makler im Internet Kunden gewinnen können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Schiffsfonds: Vom Boomsegment zur Marktnische

Vor nur zehn Jahren waren Schiffsfonds das zweitstärkste Segment der Sachwertbranche. Dies erscheint aus heutiger Sicht fast schon utopisch. Etliche Fonds sind gescheitert. Umso erstaunlicher ist, dass sich erstmals wieder ein Anbieter auf den Markt wagt.

mehr ...

Recht

Maklervertrag: Diese zwölf AGB-Klauseln sind tabu

Ein Versicherungsnehmer hatte gegen seinen Versicherungsmakler geklagt, nachdem dieser ihm eine Rechnung wegen Provisionsverlust stellen wollte und auf seine AGB verwies. Bei einer genaueren Prüfung der AGB fanden die Richter insgesamt zwölf ungültige Klauseln.

mehr ...