Anzeige
6. Oktober 2016, 09:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Unabhängig an der Spitze

Family Office gilt als Königsdisziplin in der Betreuung Hochvermögender. Immer mehr Vermögensverwalter und Banken agieren unter dieser Flagge. Während die klassischen Anbieter um die Unabhängigkeit der Leistung fürchten, sehen die modernen Vertreter keine Interessenkonflikte.

Unabhängig an der Spitze

Jörg Liesner (links) und Eric M. Balzer, gesch.ftsführende Gesellschafter des Hamburger Family Office Liesner & Co. übernehmen keine Tätigkeiten, die zu Interessenkonflikten führen könnten.

Die Bezeichnung Family Office ist zum Modebegriff geworden. Noch vor wenigen Jahren kannte kaum jemand außerhalb der Finanzbranche das Geschäftsmodell, das sich der ganzheitlichen Betreuung und Verwaltung großer Vermögen verschrieben hat. Mittlerweile bedienen sich immer mehr Banken und Vermögensverwalter der Bezeichnung, um ihrer Dienstleistung einen gewissen Nimbus zu verleihen. Nicht zuletzt aufgrund der Verschwiegenheit der Branche ist die genaue Anzahl der hierzulande agierenden Family Offices unbekannt.

Expertenschätzungen liegen zwischen 100 und 1.300 Single Family Offices und 20 bis 200 Multi Family Offices. Die Zahl der deutschen Family Offices hat sich seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts deutlich vergrößert – seit dem Jahr 2000 gibt es einen besonders rasanten Zuwachs. Da keine verbindliche Definition des Begriffs existiert, kann sich jeder das Label Family Office zulegen.

Family-Office-Konzept als Marketinginstrument

Und tatsächlich haben bereits unterschiedlichste Marktteilnehmer – von der Immobilienverwaltung bis zum Versicherungsmakler – den Begriff genutzt, um ihre Dienstleistung marketingtechnisch zu veredeln. Diese Entwicklung ist etablierten Anbietern ein Dorn im Auge. Sie fürchten, dass sich der Markt durch die wachsende Zahl der Family-Office-Anbieter mit unterschiedlichen Leistungskatalogen immer mehr von der Ursprungsidee eines Family Office als ausschließlicher Vertreter der Interessen der Familie beziehungsweise des Vermögensinhabers entfernt.

Im Oktober 2014 hat sich vor diesem Hintergrund der Verband unabhängiger Family Offices e.V. (Vufo) gegründet. Da die Bezeichnung “Family Office” zunehmend inflationär verwendet wird, will der Vufo ethische Grundregeln und Qualitätsstandards festlegen sowie Transparenz über Angebotsstrukturen schaffen. Die Initiative zur Gründung des Vufo geht auf einen Gesprächskreis von Vertretern unterschiedlicher Single und Multi Family Offices zurück, der sich bereits in 2013 zusammengefunden und danach regelmäßig getroffen hat.

Seite zwei: Verband will Qualitätsstandards etablieren

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeden vierten Tag ein neues Fintech

Die Fintech-Szene in Deutschland wächst weiter – und sammelt so viel Risikokapital ein wie noch nie. 793 Startups aus dem Finanzbereich gibt es aktuell. Mit 778 Millionen Euro haben sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 bereits mehr Venture Capital eingesammelt als im gesamten Jahr 2017 mit 713 Millionen Euro. Und das Tempo der Neugründungen hält weiter an, bestätigt eine Fintech-Studie von Comdirect.

mehr ...

Immobilien

Trendwende oder nur ein Ausreißer? Darlehenshöhe wieder rückläufig

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist anhaltend hoch. Nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators ist die durchschnittliche Kredithöhe im Monat September leicht gesunken. Die Standardrate für ein Darlehen erreichte den niedrigsten Wert seit März 2017. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, kommentiert die Ergebnisse.

mehr ...

Investmentfonds

Zweijährige US-Staatsanleihen erreichen Zehnjahres-Hoch

US-Anleihen haben diese Woche ein neues Rendite-Hoch erreicht. Das hat mindestens zwei Ursachen. Damit gibt es für US-Anleger wieder eine sichere Alternative zu den Aktienmärkten, die kein Verzicht auf Renditen bedeutet. Für deutsche Anleger sind US-Anleihen aber keine lohnende Anlage.

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...