6. Oktober 2016, 09:30
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Unabhängig an der Spitze

Der Verband richtet sich mit seiner Zielsetzung und Tätigkeit zunächst an alle Family Offices, die sich als ausschließliche Vertreter der durch sie betreuten Familien sehen. Aber auch Vermögensinhaber und Familien, die sich mit der Strukturierung ihres Vermögensmanagements auseinandersetzen, will der Verband erreichen. Er sieht sich als Plattform des interdisziplinären Austausches sowie der Förderung von Aus- und Weiterbildung von Family Offices und hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine enge Anbindung des Verbandes an die Wissenschaft die Forschung in allen für Family Offices relevanten Fragen zu fördern.

Interessenvertretung gegenüber Regulierungsbehörden

Ein weiteres Verbandsziel ist die Interessenvertretung gegenüber Regulierungs- und Aufsichtsbehörden. In Richtung des Gesetzgebers und der Aufsichtsbehörden will der Vufo Aufklärungsarbeit leisten, was ein Family Office ist, wie es sich von einem typischen Finanzdienstleister unterschiedet und welche Regulierungsmaßnahmen wirklich angemessen sind. In der Gründungsphase hatte der Verband zwölf Mitglieder – mittlerweile sind es über 20. Zu Beginn letzten Jahres begannen die Gründungsmitglieder, mit befreundeten Family Offices über die Arbeit des Verbandes zu sprechen und stießen auf positive Resonanz.

“Wir sind kontinuierlich gewachsen und werden unsere Zielgröße von 30 Mitgliedern zum Ende dieses Jahres sicherlich übertreffen”, berichtet Vufo-Vorsitzender Christoph Weber, der selbst geschäftsführender Gesellschafter des Düsseldorfer Family Office WSH Deutsche Vermögenstreuhand ist. Ein Großteil der Mitglieder sind laut Weber Single Family Offices. Das ist nicht weiter verwunderlich, ist der Vufo doch geprägt von der Ursprungsidee eines Single Family Office, in welchem es für das Unternehmen ausgeschlossen ist, sich von anderen vergüten zu lassen als von den betreuten Familien.

Vufo will Qualitätsstandards etablieren

Zu den ethischen Grundregeln und Qualitätsstandards, die der Verband festlegen will, gehören Interessenkonfliktfreiheit in der Betreuung, ganzheitliche Ausrichtung der Vermögenssteuerung über alle Assetklassen hinweg und somit eine Enthaltung jedweden Produktvertriebs. Interessenkonflikte sieht der Verband insbesondere bei banknahen Family Offices. Ein dementsprechend strenges Anforderungsprofil hat der Vufo für potenzielle Mitglieder. Aber auch Family Offices, die nicht Vufo-Mitglieder sind, unterstützen diese Verbandsziele.

“Gerade weil der Begriff Family Office nicht geschützt ist, kann es nur in unserem Interesse sein, hier einen klare Unterscheidung zwischen unabhängigen Family Offices und sonstigen Wettbewerbern zu etablieren”, sagt Dr. Jörg Liesner, geschäftsführender Gesellschafter des Hamburger Family Offices Liesner & Co. Liesner übernahm von 2005 an Aufbau und Leitung eines banknahen Multi Family Office in Hamburg. Eric M. Balzer, der ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter von Liesner & Co. ist, kam als Berufseinsteiger zu dem von Liesner geleiteten Family Office.

Seite drei: Mehr als nur Vermögensbetreuung

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