14. Juli 2016, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Finanzberatung muss angemessen vergütet werden

Finanzberater erfüllen den gesellschaftlichen Auftrag, Kunden mit der Bedeutung von Finanzplanung und privater Altersvorsorge vertraut zu machen. Um diese wichtige Aufgabe auch künftig erfüllen zu können, ist eine angemessene Vergütung erforderlich. Die Wald-Kolumne

Finanzberatung muss angemessen vergütet werden

Es ist paradox: Eigentlich ist die Notwendigkeit, eigenverantwortlich vorzusorgen, so groß wie nie. Trotzdem setzen sich viele Menschen mit ihrer Vorsorge nicht auseinander, weil sie sich von diesem Thema abgeschreckt fühlen. Urlaubsplanung macht nun mal mehr Spaß als Finanzplanung.

Die Finanzberatung hat daher den wichtigen gesellschaftlichen Auftrag, ihre Kunden zu sensibilisieren und zur Vorsorge anzuhalten, um Altersarmut vorzubeugen. Um diese Aufgabe auch zukünftig in hoher Qualität und für breite Bevölkerungsschichten erfüllen zu können, braucht es eine angemessene Vergütung.

Neue Vergütungsmodelle als Folge veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen

Das Vertriebskonzept der Versicherer fußt primär auf der Provision, insbesondere der Abschlussprovision. Dieses etablierte und bisher kaum großen Veränderungen ausgesetzte Vergütungsmodell muss sich nun anpassen, um die heutigen regulatorischen und politischen Anforderungen erfüllen zu können.

Ein zentraler Treiber für den Wandel sind außerdem die anhaltenden Niedrigzinsen, deren Auswirkungen von Versicherern, Vertrieben und Endkunden gemeinsam gemeistert werden müssen. Gerade die Finanzberatung kann dazu beitragen, indem sie Kunden die hohen Kosten von Garantien transparent macht und Produktalternativen aufzeigt, die auch im gegenwärtigen Umfeld noch eine angemessene Rendite erwirtschaften können.

Wichtige Pfeiler im Wettbewerb um Kunden bilden jetzt die Komponenten Beratungsqualität, Servicestärke und lückenlose Transparenz. Weiterhin sollten die Qualität des Vertriebs gesteigert und die Professionalisierung der Finanzberater gefördert werden.

Seite zwei: Von der abschlussorientierten zur lebensbegleitenden Beratung

Weiter lesen: 1 2 3

4 Kommentare

  1. Transparenz ist das Wichtigste bei der Beratung und die ist leider nicht bei jedem Berater gegeben. Oft wird nur aufgrund von höheren Provisionen zu einem anderen, nicht so rentablen Produkt geraten und das macht die Branche im Endeffekt kaputt

    Kommentar von Holger Leimbach — 4. April 2017 @ 08:31

  2. Transparenz in jeder Form der Finanzberatung insbesondere in der Vergütung ist unerlässlich. Lassen wir doch die Verbraucher entscheiden, diese sind mündiger als man denkt. Honorar, AP oder BP, Mischmodelle alles sollte möglich sein und bleiben.

    Kommentar von André Perko — 31. Juli 2016 @ 19:47

  3. Wie man „Proaktiv“ den „Tsunami“ des Beratungsaufwandes für die „Beweislastumkehr“ bei der Geldanlage-/Altersvorsorgeberatung“ für eine betriebswirtschaftlich angemessene Vergütung – sogar mit Alleinstellung – nutzen kann, wird in den eBooks bei mwsbraun.de beschrieben.

    Kommentar von Frank L. Braun — 15. Juli 2016 @ 09:51

  4. Sehr schön ! Genau das ist der richtige Weg.

    Kommentar von Nils Fischer — 14. Juli 2016 @ 12:09

Ihre Meinung



 

Versicherungen

10 Jahre WWK IntelliProtect® – eine herausragende Erfolgsgeschichte

Die von der WWK Lebensversicherung a. G. angebotene Produktgeneration WWK Intelli-Protect® feiert ihr zehnjähriges Bestehen am Markt. Seit dem Jahr 2009 steht der von der WWK selbst entwickelte innovative Garantiemechanismus WWK IntelliProtect® in allen drei Schichten für fondsgebundene Rentenversicherungen zur Verfügung. Seit seiner Einführung hat er sich zu einer einmaligen Erfolgsgeschichte für den Versicherer entwickelt.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Baufinanzierung: Digital zu neuen Zielgruppen

Die ING ist bekannt für eine einfache und schnelle Baufinanzierung, die sie zum Teil direkt, zum Großteil jedoch über Vermittler vertreibt. Dass diese nicht allein in Sachen Baufinanzierung bei Deutschlands nach Kundenzahl drittgrößter Bank gut aufgehoben sind, zeigt Lendico, die digitale Kredit-Plattform für Unternehmen, über die Vermittler der Bank jetzt auch Firmenkredite an ihre Kunden vertreiben können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Arbeitsunfall? Grenzen der Unfallversicherung auf Firmenfeiern

Auf einer betrieblichen Weihnachtsfeier sind die Beschäftigten grundsätzlich unfallversichert. Doch das gilt nur unter bestimmten Voraussetzungen.

mehr ...