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17. März 2016, 08:08
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“Frauen müssen eine eigene Altersvorsorge aufbauen”

Nazli Olgar ist Managing Director beim Stuttgarter Beratungsunternehmen Confidens Consulting & Management und gewann im vergangenen Jahr den Jungmakler-Award. Mit Cash. sprach sie über geschlechtsspezifische Unterschiede bei Beratern und Kunden und unverzichtbare Versicherungen für Frauen.

Nazli Olgar: Frauen müssen eine eigene Altersvorsorge aufbauen

Nazli Olgar: “Die Qualität der Beratung ist keine Frage des Geschlechts.”

Cash.: Beraterinnen wird ein größeres Maß an Empathie nachgesagt als ihren männlichen Kollegen. Beraten Frauen tatsächlich anders als Männer?

Olgar: Ja, eindeutig. Ein guter männlicher Berater – wobei ich gut auf die beratende Tätigkeit und seine Fachkompetenz beziehe und nicht auf die Umsatzstärke – bekommt den Schulterschluss mit seinen Mandanten aber genauso gut hin wie eine Frau, die man vielleicht erst einmal als einfühlsamer und damit näher am Klienten erachten würde.

Die Qualität der Beratung ist per se keine Frage des Geschlechts. Beide erreichen ihr Ziel – einen in allen Lebenslagen gut aufgestellten Mandanten, der zufrieden und mit einem guten Gefühl den Tisch verlässt – nur eben auf unterschiedlichen Wegen.

Nehmen Sie bei Ihren Kunden Unterschiede zwischen den Geschlechtern wahr, wenn es um Geldanlage und Altersvorsorge geht?

Auch auf die Gefahr hin, dass ich ein Klischee bediene, doch meinen Erfahrungen nach sind Männer in der Tat eher bereit, auch mal Kapital für eine höhere zu erwartende Rendite zu riskieren.

Männer sind oftmals auf der Suche nach hohen Renditen bei gleichzeitig kurzen Laufzeiten, um schnellstmöglich ihre Schäfchen im Trockenen zu wissen. Frauen geben sich demgegenüber damit zufrieden, wenn das notwendige Kapital erst zum benötigten Zeitpunkt zur Verfügung steht.

Welche Versicherungen sind für Frauen unverzichtbar?

Die meisten Themen sind für beide Geschlechter gleich wichtig und interessant. Ich selbst spreche jedoch bei meinen Klientinnen immer auch den ambulanten Vorsorgetarif an, da wir Frauen damit früher und häufig konfrontiert werden als die Männer, sowie eine Dread-Disease-Absicherung, die speziell typische Frauenkrankheiten wie etwa Brustkrebs abdeckt. Meines Erachtens nach zwei unverzichtbare Absicherungen, die zudem verhältnismäßig erschwinglich sind.

Seite zwei: “Kinder sollten schon in der Schule an das Thema herangeführt werden

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