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22. Februar 2016, 08:15
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Denkfehler “Mangelnde Produktauswahl”

Kritiker der Honorarberatung begegnen der Branche immer wieder mit dem ein und selben Argument: Die eher überschaubare Anzahl von provisionsfreien Produkten würde keine wirklich unabhängige Beratung zulassen. Hierbei handelt es sich um Denkfehler – Honorarberater haben sogar Zugriff auf mehr Produkte als die klassischen Provisionsvermittler.

Kolumne von Patrick Greiner, The Finance-Guard

Denkfehler Mangelnde Produktauswahl

Patrick Greiner: “Im Vergleich zum Honorarberater ist die Produktauswahl des Provisionsvermittlers wesentlich geringer.”

Im klassischen Finanzvertrieb ist es wichtig, dass der Berater seinen Kunden eine Vielzahl von Produkten anbieten kann. Keine Frage: Verkauft wird in diesem Segment überwiegend mit dem Ziel, möglichst jeden Interessenten für sich zu gewinnen. Und per Produktvermittlung natürlich auch direkt als Kunde an sich zu binden.

Doch unabhängig der Vielzahl jeweiliger Produktlösungen und ihrer damit verbundenen Anbieter: Was hat eine hohe Anzahl von Provisionsprodukten mit der eigentlichen Tätigkeit eines Honorarberaters zu tun? Die Antwort ist recht einfach: Nichts!

Beratung ohne Vermittlung 

Im Gegensatz zur Provisionsberatung, bei dem der Berater nur bei erfolgreicher Vermittlung eine Vergütung erhält, muss Honorarberatung nicht zwingend in einer Produktvermittlung enden. Ein entsprechend zuvor vereinbartes Honorar wird in der Regel auch dann fällig, wenn die Vermittlung von Produkten trotz Beratung ausbleibt.

Der Honorarberater kann auf Kundenwunsch bei entsprechenden Produktinvestitionen per Empfehlung behilflich sein – er muss es aber nicht zwingend, um seinen Vergütungsanspruch gerecht zu werden. Honorarberater werden in erster Linie für die Erstellung eines Finanzkonzepts vergütet, inklusive der Offenlegung von Insider-Wissen und der Darstellung des Provisions – und Gebührensystems innerhalb der Finanzbranche.

Ebenso erhält der Honorarberater seine Vergütung für die Darstellung, wie Kunden das Provisions- und Gebührenmodell der Finanzbranche zu ihrem eigenen, finanziellen Vorteil nahezu komplett ausschalten können.

Seite zwei: Honorarberater haben die freie Wahl

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2 Kommentare

  1. Es ist zunächst sehr wünschenswert, dass Herr Greiner die Glaubwürdigkeit seiner Philosophie als eingetragener Honorar-Finanzanlageberater und nicht als eingetragener Finanzanlagenvermittler unterstreicht. Per 01.01.2016 sind im Vermittlerregister 36.522 Finanzanlagenvermittler und-berater registriert. Davon sind nur 110 als Honorar-Finanzanlageberater im Sinne des Honoraranlageberatungsgesetzes eingetragen. Auf der Klaviatur fehlen dann jedoch noch viele Tasten, um vermögende Kunden zu beraten, denn Empfehlungen zu Aktien, Anleihen, Zertifikaten etc. sind mit dieser Zulassung nach der GewO nicht erlaubt. Für die gesamte Produktpalette ist eine Registrierung als Honorar-Anlageberater im Register der BaFin erforderlich oder eine Tätigkeit als vertraglich gebundener Vermittler eines der aktuell 18 eingetragenen Honorar-Anlageberater. Beste Grüße und hoffentlich bald herzlich willkommen im “offiziellen Club” der registrierten Honorar-Finanzanlageberater oder Honorar-Anlageberater.

    Kommentar von Uwe Siebert — 25. Februar 2016 @ 13:58

  2. Herr Greiner hat Recht!
    Wer auf Honorarbasis tätig ist hat eine breitere Klaviatur und muss sich nicht darum bemühen ein Produkt zu finden, das ihn auskömmlich entlohnt. Die Produktanbieter versehen selten die besten Produkte mit den höchsten Provisionen.
    Wer also die Kundeninteressen ungefiltert im Blick haben will, sollte sich mit Honorarmodellen befassen.
    Mit kollegialen Grüßen

    Kommentar von Michael A. Hillenbrand — 23. Februar 2016 @ 19:40

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