Honorarberatung: BVDH warnt vor nachlassender Regulierung

In Großbritannien hat das Verbot von Provisionen in der Finanzberatung zu einer Professionalisierung des Beratungsmarktes geführt. Das zeigt eine Studie im Auftrag der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority). Gleichwohl gebe es weiterhin Optimierungsbedarf auf dem Weg zu einer unabhängigen, verbraucherorientierten Beratung. „Das betrifft zum einen den Zugang zu Beratung, zum anderen aber auch deren Qualität“, ergänzt Dieter Rauch, stellvertretender Vorsitzender des BVDH. Denn nicht jeder Honorarberater sei gleich gut qualifiziert.

„Anders als bei Rechtsanwälten oder Steuerberatern gibt es keine geregelten Studien- bzw. Berufsbildungswege. Deshalb ist es wichtig, in die Aus- und Weiterbildung zu investieren. Ganz grundsätzlich wird aber die Beratung durch einen unabhängigen Berater immer vom Interesse des Kunden geleitet sein und nicht vom Provisionsinteresse des Vertrieblers“, sagt Rauch. Dies liege ganz einfach daran, dass der Berater direkt vom Kunden vergütet wird. In der Schweiz kommt dieses Modell offensichtlich gut an. Medienberichten zufolge nutzen bereits zehntausende von Kunden das neue Angebot der Banken.

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Der Zugang zu Beratungsleistungen wird dabei immer einfacher und kostengünstiger. „Bislang werden Kunden von ihren Bankberatern doch oft bei sogenannten Jahresgesprächen abgefischt und mit mehr oder weniger passenden, oft teuren Produkten versorgt“, sagt Schmidt. „Die jungen Fintech-Unternehmen, die gerade den etablierten Bankenmarkt aufschrecken, ändern das rasant.“ Hier bestehe eine echte Transparenz, da alle Anbieter im Netz ihre Leistungen sichtbar machten. „Zudem sind die Einstiegshürden minimal. Ich bin sicher, dass Fintechs einen bedeutenden Beitrag für eine bessere Beratung der Bevölkerung in Finanzdingen leisten werden.“ (fm)

Foto: Quirin Bank

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