9. August 2016, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dem Kunden geht es um Lebens-, nicht um Finanzplanung

Das Thema Ruhestandsplanung wird aufgrund des demografischen Wandels immer wichtiger. Im Zentrum muss dabei eine umfassende Beratung stehen, die über finanzielle Fragen hinausgeht. Gastbeitrag von Franz-Josef Rosemeyer, A.S.I. Wirtschaftsberatung

Dem Kunden geht es um Lebens-, nicht um Finanzplanung

Franz-Josef Rosemeyer: “Bei Fragen zur Erbschaft können Ruhestandsberater einen Kundenmehrwert bieten.”

Nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung gewinnt das Thema Ruhestandsplanung immer mehr an Bedeutung: Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung erwartet, dass sich der Anteil der über 65-Jährigen an der deutschen Gesamtbevölkerung bis 2040 gegenüber 1990 auf 30 Prozent verdoppeln wird.

Gerade Mitglieder der geburtenstarken “Babyboomer”-Jahrgänge ab 1960 erreichen derzeit ein Alter, in dem sie für den Lebensabend letztmalig langfristig die Weichen stellen können. Umfassende Beratung, die über finanzielle Fragen hinausgeht, bietet hier den größten Kundennutzen.

Besonderer Beratungsbedarf der Best Ager

Es ist durchaus legitim, dass für viele Vermittler in Gesprächen mit Kunden aus der Zielgruppe 50plus zunächst Altersvorsorgeprodukte und die Umschichtung des Vermögens im Vordergrund stehen. Denn es ist die primäre Aufgabe des Vermittlers, seinen Kunden die richtigen Schritte für ein finanziell möglichst sorgenfreies und ihren individuellen Zielsetzungen entsprechendes Leben aufzuzeigen.

Diese Fokussierung deckt jedoch den tatsächlichen Beratungsbedarf vieler Best Ager nicht ab, weil sie Faktoren ausblendet, die für realistische Zukunftsszenarien aus ihrer Sicht unbedingt Beachtung finden sollten. Ohne Klarheit in diesen Punkten sind viele Kunden aber nicht bereit, Entscheidungen zu Vermögensfragen zu treffen. Auch wenn sich der finanzielle Bedarf durch entsprechende Analysen solide prognostizieren lässt, sind viele Best Ager in den letzten Jahren des Berufslebens unsicher, wie die Zukunft für sie konkret aussehen soll.

Oft ist diese Unsicherheit nach jahrzehntelanger Berufsroutine durchaus erwünscht. Vielleicht möchten sie lange reisen, oder doch lieber ein neues Hobby beginnen, vielleicht aber auch in die Nähe der Kinder (und Enkelkinder) ziehen. Entscheidend ist die Freiheit, selbst zu entscheiden, welches Projekt sie wann und mit welcher Intensität angehen. Dabei spielen auch weniger schöne Szenarien eine Rolle: Was passiert, wenn man selbst oder der Partner schwer erkrankt und zum Pflegefall wird? Noch schlimmer, was passiert im Todesfall?

Seite zwei: Vorsorgeordner können helfen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gleicher Job, weniger Rente: 26 % weniger gesetzliche Rente für Frauen

Gleichberechtigung: 26 Prozent – so hoch ist die zu erwartende durchschnittliche Rentenlücke von Frauen im Vergleich zu Männern in Deutschland. Das heißt: Frauen erhalten mehr als ein Viertel weniger gesetzliche Rente vom Staat als ihre männlichen Kollegen. Eine Frau, die mit 67 Jahren in den Ruhestand geht, erhält nach heutiger Berechnung im Monat 140 Euro weniger Rente als ein Mann. 

mehr ...

Immobilien

Unausgepackte Kartons: Jeder 3. Deutsche ist nach 5 Jahren noch nicht fertig mit dem Umzug

So ein Umzug ist stressig, gerade für Berufstätige und Familien mit kleinen Kindern. Was gerade nicht dringend erledigt werden muss, wird verschoben. Je weniger Zeit seit dem letzten Umzug vergangen ist, desto mehr Aufgaben haben Umzügler noch auf ihrer To-Do-Liste. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von umzugsauktion.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Cash.-Branchengipfel: “BaFin-Aufsicht positiv”

Der 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen brachte einige durchaus überraschende Ergebnisse, unter anderem zur geplanten BaFin-Aufsicht über den freien Vertrieb sowie zu den voraussichtlichen Kosten dafür. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „B++“ für United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. hat den Fonds „United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland“ mit insgesamt 67 Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (B++).

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...