Sparkassenkunden in Ostdeutschland legen mehr Geld auf Konten

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase haben die Kunden der ostdeutschen Sparkassen 2015 erneut mehr Geld gespart.

Laut Dr. Michael Ermrich, geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands,  erledigen nur noch 25 Prozent der Kunden ihre Bankgeschäfte in einer Filiale.

Die Einlagen seien im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf den Spitzenwert von 93 Milliarden Euro gestiegen, sagte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands, Dr. Michael Ermrich, am Mittwoch in Berlin.

Die Nachfrage der Sparer nach Sichteinlagen – also Geld, das auf Girokonten oder Tagesgeldkonten liegt und für Bankkunden jederzeit verfügbar ist – stieg um zehn Prozent auf ein Volumen von 45,9 Milliarden Euro.

Rekorde bei Kreditzusagen

Rekordwerte erreichten die Sparkassen auch bei der Neuzusage von Krediten. Die 45 Mitgliedskassen vergaben den Angaben zufolge Kredite in Höhe von 10,2 Milliarden Euro, ein Plus von 23,5 Prozent. 4,9 Milliarden Euro und damit 21,1 Prozent mehr als im Vorjahr entfielen auf Unternehmen und Selbstständige.

An Privatpersonen wurden Kredite in Höhe von 4,2 Milliarden Euro vergeben; ein Anstieg um 25,3 Prozent. Wie in den Vorjahren sei besonders viel Geld in die Finanzierung von Eigenheimen geflossen.

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Die Bankfiliale verliere an Zulauf, ergänzte Ermrich. Nur noch 25 Prozent der Kunden erledigten ihre Bankgeschäfte vor Ort. 75 Prozent nutzten die Internetangebote. Dennoch blieben Filialen auf dem Land erhalten.

Quelle: dpa-AFX

Foto: Ostdeutscher Sparkassenverband

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