18. Dezember 2017, 12:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

EZB drängt Banken 2018 zu Fortschritten bei Abbau fauler Kredite

Die Europäische Zentralbank (EZB) will die europäischen Banken zum Abbau von Problemkrediten im kommenden Jahr bewegen. Die Bestände ausfallgefährdeter Darlehen sind laut EZB bei vielen Instituten nach wie vor hoch.

EZB drängt Banken 2018 zu Fortschritten bei Abbau fauler Kredite

EZB-Zentrale in Frankfurt

Europas Bankenaufseher drängen die Geldhäuser 2018 zum Abbau von Problemkrediten. Die Bestände ausfallgefährdeter Darlehen (“Non-Performing Loans”/NPL) seien “bei vielen Instituten nach wie vor hoch, und dies kann sich letztlich negativ auf die Kreditvergabe der Banken an die Wirtschaft auswirken”, stellte die EZB-Bankenaufsicht am Montag fest.

Vor allem Südeuropas Banken hatten bis zuletzt mit ausbleibenden Kreditraten zu kämpfen. Grundsätzlich hält die EZB die Geschäftsbanken im Euroraum für widerstandsfähig und stabil.

Ein namentlich nicht genanntes Geldhaus fiel jedoch bei der Prüfung der Kapitalanforderungen durch. Das geht aus den Ergebnissen des regelmäßigen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (“Supervisory Review and Evaluation Process”/SREP) der EZB hervor.

Großer Krisentest ab Frühjahr 2018

Dabei legen die Aufseher individuelle Kapitalzuschläge für Banken fest – je nach Risiko. Im Schnitt lagen die Kapitalanforderungen in diesem Jahr bei 10,6 Prozent, nach 10,4 Prozent im vergangenen Jahr.

Ab dem nächsten Frühjahr müssen sich Europas Banken erneut einem großen Krisentest stellen: In parallelen Stresstests werden die Europäische Bankenaufsicht EBA und die EZB die Institute unter die Lupe nehmen.

Die Ergebnisse sollen Anfang November veröffentlicht werden. Die EZB beaufsichtigt seit November 2014 die größten Bankengruppen im Euroraum direkt, derzeit sind das 119 Institute. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. So wie man den Draghi kennt, wird er den Banken dann alle faulen Eier mit Kusshand abkaufen für die der Bürger haftet, gell?

    Kommentar von reiner tiroch — 4. Januar 2018 @ 19:29

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Munich Re will Gewinn 2019 und 2020 weiter steigern

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re will nach der Rückkehr zu einem Milliardengewinn im laufenden Jahr noch etwas höher hinaus. Das kündigte der Dax-Konzern am Dienstag überraschend kurz nach Börsenschluss in München an.

mehr ...

Immobilien

MLP baut Immobiliengeschäft aus

Die MLP Gruppe erwirbt 75,1 Prozent an der Deutschland Immobilien Gruppe. Der Kaufpreis liegt nach Angaben von MLP im unteren zweistelligen Millionenbereich und setzt sich zusammen aus einem Initialkaufpreis und einer erfolgsabhängigen Kaufpreiskomponente, die an die Geschäftsentwicklung von 2019 bis 2021 gekoppelt ist. 

mehr ...

Investmentfonds

Keine Angst vor “Fallen Angels”

Zwar ist die Anzahl der mit BBB bewerteten Unternehmensanleihen inzwischen auf über 50 Prozent des gesamten Investment Grade-Marktes gestiegen, doch ob es im breiteren Anleihemarkt zu einem erhöhten Volumen an “Fallen Angels”-Unternehmen kommen wird ist eher fraglich. Eher sorgen sollten sich Anleger um die Schulden Italiens. Ein Kommentar von Debbie King, Kames Capital

mehr ...

Berater

Widerrufs-Joker: Gericht weist Musterklage ab

Die bundesweit erste Musterfeststellungsklage von Verbrauchern gegen ein Unternehmen scheitert vor Gericht an einer formalen Hürde. In Deutschland gibt es die Musterklage erst seit vergangenem November.

mehr ...

Sachwertanlagen

Emissionshaus UDI geht in die Offensive

In einem außergewöhnlich langen, selbst verbreiteten Interview verteidigt der neue Chef des Emissionshauses UDI aus Nürnberg unter anderem die „Quersubventionierung“ von Geschäftsbereichen und kündigt ehrgeizige Ziele an.

mehr ...

Recht

Straßenverkehr: Was tun bei falschen Anschuldigungen?

Strafen vom Bußgeld bis zum Führerscheinentzug muss nur fürchten, wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält – so zumindest in der Theorie. Trotzdem kommt es in der Praxis immer wieder zu potenziell teuren Falschanschuldigungen.

mehr ...