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6. April 2017, 08:20
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“Finanzberatung hat nichts mit Klinkenputzen zu tun”

Frauen haben häufig ein falsches Bild vom Beraterberuf, meint Stefan Kuehl, Mitglied der Geschäftsführung von Swiss Life Select Deutschland. Mit Cash.Online hat er darüber gesprochen, wie mehr Frauen von den Vorteilen der Beratertätigkeit überzeugt werden könnten.

Finanzberatung ist längst keine Männerdomäne mehr

Stefan Kuehl: “Wir müssen als Branche die Vorstellungen der Frauen über den Beruf ins richtige Licht setzen.”

Cash.Online: Die meisten Angestellten der Finanzbranche sind weiblich. Warum sind Frauen im Vertrieb und auf der Führungsebene immer noch in der Minderheit?

Kuehl: Die Finanzberatung ist fälschlicherweise stark mit männlichen Attributen konnotiert. Die Selbständigkeit hemmt viele Frauen zusätzlich. Gerade diese ist jedoch ideal, um eine optimale Work-Life-Balance zu finden, da die Arbeit flexibel und eigenständig organisiert werden kann.

Frauen sind mit Attributen wie Einfühlungsvermögen, Kontaktfreude, Spaß an der Arbeit mit Menschen oder gut zuhören können ausgestattet und damit für eine erfolgreiche Beratungstätigkeit prädestiniert. Frauen sind zudem hochgradig an Finanzthemen interessiert.

Wir erleben häufig, dass die Bereitschaft zur Weiterentwicklung des Fachwissens bei Frauen sehr ausgeprägt ist und sie damit die Grundvoraussetzung für eine hochwertige Beratungstätigkeit mitbringen.

Entscheiden sich Frauen doch noch für die Finanzberatung, dann greifen beim Thema Karriere ähnliche Faktoren wie in anderen Branchen.

Sowohl Männer als auch Frauen stellen sich folgende Fragen: Traue ich mir die Führung von Menschen zu? Bin ich bereit, Zeit in die entsprechende Aus- und Weiterbildung zu investieren? Wie vereinbare ich Familie und Beruf bestmöglich miteinander?

Allzu häufig beantworten Frauen auch heute noch diese Fragen so, dass sie sich gegen eine Führungsrolle entscheiden. Hier gilt es als Unternehmen die Weichen so zu stellen, dass eine Karriere in der Finanzberatung für mehr Frauen möglich wird.

Seite zwei: “Klarer kommunizieren, was für uns als Arbeitgeber spricht

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