Geldautomaten-Gebühr: Verbraucherschützer klagen wegen unzureichender Informationen

Besonders ärgerlich ist aus Sicht von Verbraucherschützer Görner, wenn Kunden am Automaten nicht auf die Gebühr hingewiesen werden. Zwar seien die Finanzhäuser dazu nicht grundsätzlich verpflichtet. „Im Einzelfall kann aber Irreführung des Verbrauchers vorliegen. Dann können wir dagegen vorgehen.“

Görner mahnte: „Wir sehen die Institute in der Pflicht, ihre Kunden transparent zu informieren.“ Zwar müssen Banken und Sparkassen ein Preisverzeichnis veröffentlichen. Das helfe Verbrauchern allerdings wenig, wenn die Informationen nicht im Internet zu finden seien. „Die Kunden müssen in diesem Fall in der Filiale nachfragen. Doch wer macht das schon“, argumentierte Görner.

Commerzbank: Keine Gebühren für eigene Kunden an Geldautomaten

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hatten darauf hingewiesen, dass das Abheben für ihre Kunden grundsätzlich nach wie vor kostenlos sei. Nur wer ein entsprechendes Kontomodell wähle, zahle Gebühren.

Ein im Gegenzug preiswerteres Konto könne sich für Kunden lohnen, die nicht oft Bargeld abheben. Bei den Mitglieder der sogenannten Cash Group – Commerzbank , Deutsche Bank, Hypovereinsbank und Postbank – ist die Bargeldversorgung am Automaten für eigene Kunden und Cash-Group-Kunden nach wie vor kostenlos.

Commerzbank-Privatkundenchef Michael Mandel betonte, sein Institut wolle seinen Kunden weiterhin keine Gebühren abknöpfen. „Da sind wir sehr klar: Wir werden nicht unseren Kunden erklären, warum unsere Kunden von ihrem Konto ihr Geld abheben und dafür Geld bezahlen. Das finde ich völlig absurd.“ (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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