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6. Juni 2017, 13:15
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Digitalisierung: Skepsis der Deutschen bleibt

Die Deutschen sind durchschnittlich 43 Stunden pro Woche online. Den größten Einfluss hat die Digitalisierung auf Bankgeschäfte. Doch es gibt auch eine Gegenbewegung. Dies sind Ergebnisse einer Postbank Studie 2017.

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Den größten Einfluss hat die Digitalisierung auf Bankgeschäfte.

Einen großen Teil ihrer Zeit verbringen die Deutschen mittlerweile online. Doch die Deutschen würden die Digitalisierung auch mit gemischten Gefühlen betrachten.

Für die Postbank Digitalstudie 2017 “Der digitale Deutsche und das Geld” wurden im Zeitraum April bis Mai dieses Jahres 3.967 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht zum dritten Mal in Folge, wie sich die Bedürfnisse und das Verhalten der Bundesbürger durch die Digitalisierung verändern – und was dies für die Bank der Zukunft bedeutet.

Digitaler Alltag

Die Digital Natives zwischen 18 und 34 Jahren sind 55 Stunden jede Woche online, die Hälfte dieser Zeit an ihrem Smartphone. Dadurch ändert sich auch ihr Alltag. Von der allgemeinen Informationsbeschaffung, über das Shopping und die Reisebuchung im Netz bis hin zur Kommunikation untereinander: Nahezu alles ist oder wird digital.

Smartphone und/oder Tablet seien ständige Begleiter im Alltag der Deutschen und rund 70 Prozent der Bundesbürger würden sie nutzen, um online zu gehen. In der Generation der 18- bis 34-jährigen Digital Natives sei mit 91 Prozent eine vollständige Durchdringung nahezu erreicht.

Gegentrend in der privaten Kommunikation

Doch nach Ergebnissen der Postbank Studie stellen sich erste Sättigungseffekte ein und die Deutschen sagen auch ganz bewusst einmal “Nein” zu Smartphone, WhatsApp oder Messenger.

Knapp 60 Prozent der Befragten geben an, sich schon einmal bewusst gegen ein digitales Angebot entschieden zu haben, so ein Teilergebnis der Postbank Digitalstudie. 44 Prozent hätten Angst vor den Folgen der rasanten technologischen Entwicklung und jeder Zweite fühle sich gestresst durch die ständige Erreichbarkeit im Handy-Zeitalter.

Daher gewinne auch die persönliche Kommunikation wieder an Beliebtheit. 36 Prozent der Deutschen würden mit ihren Freunden häufig oder sehr häufig online kommunizieren, zum Beispiel via Mails, Chats oder Skype, allerdings habe dieser Wert in den vorangegangenen Jahren deutlich höher gelegen (2016: 40 Prozent).

Mit Familie und Partner lieber privat kommunizieren

“In einigen Lebensbereichen lassen sich in diesem Jahr Gegenbewegungen ausmachen. Speziell in der privaten Kommunikation wirkten die digitalen Neuerungen in den vergangenen Jahren nicht nur positiv auf die Menschen und ihre Lebensweise”, sagt Philip Laucks, Chief Digital Officer der Postbank.

“Eine verstärkte Rückbesinnung, eine gewisse persönliche Analogisierung ist daher nur allzu logisch. Es wird spannend sein zu beobachten, ob sich hier ein Trend verstetigen wird.” So würden bereits weniger Menschen mit Familie (2017: 21 Prozent; 2016: 27 Prozent) oder Partner (2017: 13 Prozent; 2016: 17 Prozent) online kommunizieren als noch 2016.

Seite zwei: Digitalisierung beeinflusst Banking + Skepsis bleibt

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1 Kommentar

  1. Interessante Daten, ich hätte nicht gedacht dass in der privaten Kommunikation digitale Angebote teils gemieden werden. Ich kann es nachvollziehen, denn den Beruf und den Alltag durch dringt die Digitalisierung immer stärker. Der Wechsel des Stromanbieters oder auch Bankgeschäfte sind treffende Beispiele. Behörden und Verwaltung stellen sich auch auf diesen Trend ein, einige Anträge oder Formulare können online eingereicht werden.
    Die Digitalisierung bringt viele Vorteile, bei denen gesunde Skepsis sicherlich nicht verkehrt ist. Dennoch erleichtert sie viele Dinge und vereinfacht manche Arbeitsabläufe. Heutzutage besitzen z.B. Telefonanlagen integrierte Kommunikationslösungen oder verschiedene andere Systeme können integriert werden. Das spart dann Zeit und verschlankt Prozesse. Moderne VoIP Telefonanlagen haben eine Vielzahl an Funktionen und können auch auf dem Smartphone genutzt werden. Natürlich müssen die Funktionen dann auch sinnvoll genutzt werden. Dabei ist gesunde Skepsis wiederum hilfreich.

    Kommentar von Clemens_Franke — 8. Juni 2017 @ 11:49

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