23. März 2017, 13:24
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Postbank meldet starken Gewinneinbruch

Die anhaltenden Niedrigzinsen halten die Postbank unter Druck. Im vergangenen Geschäftsjahr schrumpfte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern um gut zehn Prozent auf 468 Millionen Euro teilte, die Deutsche-Bank-Tochter in Bonn mit.

Postbank meldet starken Gewinneinbruch

Frank Strauß: “Trotz des schwierigen Umfelds haben wir dabei ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, unsere Kapitalisierung weiter deutlich verbessert und unsere führende Position in der Digitalisierung ausgebaut.”

Im Geschäftsjahr 2016 ist das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern der Postbank um gut zehn Prozent auf 468 Millionen Euro gesunken. Die andauernden Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld habe die Bank nicht durch ihr Kosteneinsparungen kompensieren können, teilte das Unternehmen mit.

Der Konzerngewinn halbierte sich fast auf 317 Millionen Euro. Als Sondereffekte schlugen vor allem Aufwendungen im Rahmen strategischer Initiativen wie Maßnahmen zur Entflechtung zu Buche.

Wachstum bei Baufinanzierung und Ratenkrediten

Wachstum habe die Postbank in 2016 vor allem aufgrund ihres erfolgreichen Kredit-Neugeschäfts mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden erzielt. Mit einem Gesamtwachstum von 13,6 Prozent im Vergleich zu 2015 bewegte es sich demnach auf Rekordniveau.

Laut Postbank erhöhte sich das Neugeschäft in der Baufinanzierung im Vorjahresvergleich auf 11,5 Milliarden Euro (plus zehnProzent), das Geschäft mit Ratenkrediten betrug demnach 2,7 Milliarden Euro (plus acht Prozent). An Firmenkunden wurde ein Gesamtkreditvolumen von 1,8 Milliarden Euro (plus 43 Prozent) vergeben, das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung belief sich auf 3,3 Milliarden Euro (plus 19 Prozent).

Strauß: Zufriedenstellendes Ergebnis in schwierigem Marktumfeld

Ursprünglich hatte die Deutsche Bank geplant, sich von der Tochter zu trennen und das Institut an die Börse zu bringen. Vor wenigen Wochen erfolgte die Kehrtwende: Jetzt soll die Postbank Teil des Geldhauses bleiben und mit dem Privatkunden- und Firmengeschäft der Deutschen Bank zusammengelegt werden. Details stehen noch nicht fest.

Postbank-Vorstandschef Frank Strauß machte zu den veränderten Plänen keine Angaben. Er sprach vielmehr von einem “schwierigen Marktumfeld”, in welchem die Postbank ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt habe. Die Bank ist mit insgesamt 18.100 Mitarbeitern und 14 Millionen Kunden das größte auf Privatkunden spezialisierte Institut in Deutschland. (dpa-AFX/jb)

Foto: dpa/Oliver Berg

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