Anzeige
20. März 2017, 09:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Bank bietet neue Aktien mit großem Abschlag an

Die Deutsche Bank nutzt das günstige Marktumfeld und führt die angekündigte Kapitalerhöhung jetzt durch. Die neuen Papiere werden mit einem großen Abschlag den Altaktionären angeboten.

Deutsche-Bank-Zentrale-Frankfurt in Deutsche Bank bietet neue Aktien mit großem Abschlag an

Die Deutsche Bank bietet 687,5 Millionen neue Papiere für 11,65 Euro an.

Bisherige Anteilseigner können für zwei gehaltene Aktien eine neue zum Stückpreis von 11,65 Euro erwerben, wie die Deutsche Bank am Sonntag in Frankfurt mitteilte. Insgesamt würden 687,5 Millionen neue Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben, woraus sich ein Emissionsvolumen von 8,0 Milliarden Euro ergebe. Den Angaben zufolge können die Anleger die Papiere voraussichtlich vom 21. März bis zum 6. April erwerben. Den Anzeichen nach dürften die Großaktionäre, der chinesische Mischkonzern HNA sowie Katar, mitziehen.

Umfassende Neuausrichtung

Die Deutsche Bank hatte Anfang des Monats angekündigt, ihre Aktionäre um insgesamt 8 Milliarden Euro bitten zu wollen. Mit dem Geld soll die Neuaufstellung des Konzerns abgesichert werden: Die Tochter Postbank wird in das Privat- und Firmenkundengeschäft eingegliedert statt sie zu verkaufen. Darüber hinaus wird das gesamte Investmentbanking und Kapitalmarktgeschäft wieder unter einem Dach vereint, um verlorenes Terrain gutzumachen. Gleichzeitig soll der Vermögensverwalter Deutsche Asset Management zu einem kleinen Teil an die Börse gebracht werden.

Schon seit Monaten wurde über eine Kapitalerhöhung spekuliert, nachdem teure Rechtsstreitigkeiten an der Kapitalbasis genagt und der Bank zwei Jahre hintereinander Milliardenverluste beschert hatten. Die Deutsche Bank hatte ihre harte Kernkapitalquote – eine entscheidende Kennziffer für die Krisenfestigkeit einer Bank – zum Jahresende zwar auf 11,9 Prozent steigern können. Im internationalen Vergleich steht sie damit aber eher durchwachsen da. Die Bank strebt nun eine harte Kernkapitalquote von deutlich über 13 Prozent an. (dpa-AFX/tr)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...