Deutsche Bank bietet neue Aktien mit großem Abschlag an

Die Deutsche Bank nutzt das günstige Marktumfeld und führt die angekündigte Kapitalerhöhung jetzt durch. Die neuen Papiere werden mit einem großen Abschlag den Altaktionären angeboten.

Die Deutsche Bank bietet 687,5 Millionen neue Papiere für 11,65 Euro an.
Die Deutsche Bank bietet 687,5 Millionen neue Papiere für 11,65 Euro an.

Bisherige Anteilseigner können für zwei gehaltene Aktien eine neue zum Stückpreis von 11,65 Euro erwerben, wie die Deutsche Bank am Sonntag in Frankfurt mitteilte. Insgesamt würden 687,5 Millionen neue Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben, woraus sich ein Emissionsvolumen von 8,0 Milliarden Euro ergebe. Den Angaben zufolge können die Anleger die Papiere voraussichtlich vom 21. März bis zum 6. April erwerben. Den Anzeichen nach dürften die Großaktionäre, der chinesische Mischkonzern HNA sowie Katar, mitziehen.

Umfassende Neuausrichtung

Die Deutsche Bank hatte Anfang des Monats angekündigt, ihre Aktionäre um insgesamt 8 Milliarden Euro bitten zu wollen. Mit dem Geld soll die Neuaufstellung des Konzerns abgesichert werden: Die Tochter Postbank wird in das Privat- und Firmenkundengeschäft eingegliedert statt sie zu verkaufen. Darüber hinaus wird das gesamte Investmentbanking und Kapitalmarktgeschäft wieder unter einem Dach vereint, um verlorenes Terrain gutzumachen. Gleichzeitig soll der Vermögensverwalter Deutsche Asset Management zu einem kleinen Teil an die Börse gebracht werden.

Schon seit Monaten wurde über eine Kapitalerhöhung spekuliert, nachdem teure Rechtsstreitigkeiten an der Kapitalbasis genagt und der Bank zwei Jahre hintereinander Milliardenverluste beschert hatten. Die Deutsche Bank hatte ihre harte Kernkapitalquote – eine entscheidende Kennziffer für die Krisenfestigkeit einer Bank – zum Jahresende zwar auf 11,9 Prozent steigern können. Im internationalen Vergleich steht sie damit aber eher durchwachsen da. Die Bank strebt nun eine harte Kernkapitalquote von deutlich über 13 Prozent an. (dpa-AFX/tr)

Foto: Shutterstock

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