23. März 2017, 11:42
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“Abschlussprovisionen sind für mich heute eher ‘nice to have'”

Warum sind weniger Frauen als Männer in der Versicherungsberatung aktiv?

Das liegt zu einem großen Teil an dem Image der Branche. Viele Frauen suchen aber auch eher eine regelmäßige Tätigkeit mit festen Arbeitszeiten. Ich kenne viele Frauen, die im Außendienst waren und dann lieber wieder in den Innendienst gewechselt sind.

Hier ist zum Beispiel auch ein festes Gehalt eine wichtige Rolle. Auf Provisionsbasis zu arbeiten, ist doch etwas ganz anderes.

Welche Vor- und Nachteile hat die selbstständige Tätigkeit als Beraterin?

Ich liebe meinen Job und genieße die Freiheit, die ich durch ihn habe. Keine festen Arbeitszeiten zu haben und nicht an einen Ort gebunden zu sein, ermöglicht mir genau das Leben, das ich führen will. Mal arbeite ich von zuhause, dann aus einem Café und am nächsten Tag aus einer anderen Stadt.

Neue Produktvergleiche für meine Homepage schreibe ich zum Beispiel gerne bei den Pferden auf der Koppel. Entspannter kann arbeiten nicht sein. So eine Arbeitsweise wäre zu der Zeit, als ich noch angestellt war, nicht möglich. Nachteile fallen mir keine ein!

Ich stehe jeden Tag auf und freue mich auf die Arbeit. Nach einem Wellness-Wochenende, was ich zur Entspannung regelmäßig mache, kann ich es kaum erwarten am Montag wieder E-Mails und Anfragen zu beantworten. Diese Lust und Motivation zu arbeiten hat von meinen Freundinnen kaum eine.

Würden Sie anderen jungen Frauen empfehlen, Beraterin zu werden?

Ich kann es nur jedem empfehlen. Was man mitbringen sollte, ist ein eigenes Konzept, ausreichend Disziplin und Motivation. Auch benötigt eine Frau ein sehr selbstbewusstes Auftreten. Die Branche ist hart und es gehört viel dazu, als Frau auch ernst genommen zu werden.

Interview: Julia Böhne

Foto: Christine Schramm

 

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