24. Januar 2017, 06:25
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Knip, Clark & Co.: Neue Bedrohung für die Maklerbestände

Das Geschäftsmodell von Insurtechs ist faktisch tot. Das ist ein gut gehütetes, aber dem Grunde nach trotzdem offenes Geheimnis. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die App-Anbieter dies erkannt und ihre Strategie modifiziert haben. Deren Sprengkraft ist noch bedrohlicher.

Die Pradetto-Kolumne

Versicherungsapp

“Die Bestandsübertragung wird in ihrer Bedeutung zunehmen. Fast zwangsläufig werden sich immer mehr Dienstleister auf diesen Ansatz stürzen.”

Die Idee klang zu schön um wahr zu sein: Man macht eine App in der der Kunde seine Verträge sehen kann und weil er das unbedingt will, überschreibt er mit einer Maklervollmacht alle Verträge. Dies begeistert ihn so sehr, dass er nur noch über seine App kauft. Ach ja: Freunde und Familie schleppt er auch noch an.

Doch das hat nicht funktioniert. Zwar haben die Kunden-App-Anbieter in weniger als einem Jahr eine beeindruckende Million an Downloads gesammelt – das Interesse ist also da. Doch nicht einmal hunderttausend Kunden bringen alle Anbieter zusammen auf die Waage.

Übliche Reaktionsmuster

Natürlich sind die Reaktionsmuster die üblichen. Schuld sind andere. In diesem Fall die Versicherer: Bestandsübertragungen dauern viel zu lange, verlaufen chaotisch oder der Kundenwille wird gleich komplett ignoriert. Der Kunde sieht das Versprechen des App-Anbieters als nicht erfüllt und kündigt der App, obwohl diese machtlos ist.

Jeder einzelne Kritikpunkt stimmt: Tatsächlich hat die Versicherungswirtschaft den Bedarf einer standardisierten und schnellen technischen Lösung für die Bestandsübertragung viel zu spät erkannt.

Der neue Trend zur Übertragung, der auch auf Vermittlerebene floriert, hat die Versicherer weitgehend unvorbereitet getroffen. Sie lassen sich immer neue Vorwände einfallen, um dem Kunden neue Insurtech-Services vorzuenthalten.

Wahre Ursache des Scheiterns

Doch die Wahrheit ist: Selbst wenn alle Bestandsübertragungen schnell und effizient verliefen, änderte dies nur wenig am Erfolg. Denn die wahre Ursache des Scheiterns liegt an einer Fehleinschätzung.

Seite zwei: Kundenakquise ist teuer

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6 Kommentare

  1. Wer ist Markus Millen?

    Kommentar von Michael Stock — 28. Februar 2017 @ 11:54

  2. Das Wahrste, das Du je geschrieben hast, Oliver! Gruß Sebastian Grabmaier

    Kommentar von Dr. Sebastian Geabmaier — 26. Januar 2017 @ 10:27

  3. Danke für den interessanten Beitrag, Oliver Pradetto!
    Übrigens in Österreich hat Knip keine Chance, weil die Erlaubnis zur Bestandsübergabe bzw. Erteilung der Vollmacht nicht so einfach möglich ist. Bei meinem Vortrag vor Versicherungsagenten waren diese erstaunt, dass das in Deutschland überhaupt rechtlich möglich ist. Es ist interessant, wie dieses Land die Versicherungsagenten in der Bestandswahrung schützt. Gruß, Dr. Claudia Hilker

    Kommentar von Claudia Hilker — 24. Januar 2017 @ 09:58

  4. ???? Diese Apps sind schlicht “Beschiss” nichts anderes. Und schwer irreführend. Der Handy “Daddler” glaubt, er könne mal eben eine neue app aufspielen, seine Versicherungen auf einen Blick haben, auch wenn er dies zukünftig kaum mehr nutzt, aber er “hat” es. Und seltenst wollen die Nutzer ihren Berater/Betreuer wechseln !

    Kommentar von Nils Fischer — 24. Januar 2017 @ 09:33

  5. Und einmal mehr unglaubliche Weisheiten von Pradetto, GF einer mittelmäßigen und wenig erfolgreichen Maklerfirma aus Lübeck.
    Der Inhalt dieser Kolumne ist natürlich völliger Unsinn. Die Behauptung aufzustellen, dass die besagten Fintechs “faktisch tot” sind, auf der anderen Seite aber keinerlei Fakten zu bringen, ist typisch für Pradetto.
    Ein Kunde kostet demnach ein Fintech 1500 Euro – würde bedeuten, dass nach aktuellen Zahlen monatlich zwischen 3 und 6 Mio Euro für Kundenakquise ausgegeben würden – wo finden wir diese Zahlen her Pradetto?
    Die Wahrheit ist: Keines der Fintechs ist tot, zumindest keines der genannten. Diese haben bereits große Sachbestände aufgebaut und werden das auch weiterhin tun. Die laufenden Erträge werden überporportional zunehmen, den Nutzern gefällt die dynamische Gestaltung und Weiterentwicklung der App.

    Richtig ist, dass Einzelmakler niemals in der Lage sein werden, mit der dynamischen Weiterentwicklung der App mitzuhalten. Aktuell gibt es keine App eines Maklerpools, die den Anforderungen von modernen Kunden entspricht. Die App von blaudirekt mag für den Makler hilfreich sein, kein Endkunde wird von sich aus auf die Idee kommen, diese zu nutzen. Das gleiche gilt für alle anderen halbherzigen Apps von den bekannten Maklerpools und anderen Dienstleistern für die Finanzdienstleistung.

    Es gibt auch keinen Einzelmakler oder etwa ein Maklerunternehmen mit Millionumsetzen, dass seinen Kunden eine App anbietet, die zufriedenstellend ist – keine. Das liegt auf der einen Seite an den hohen Investitionskosten, vor allem aber an den sehr hohen Kosten, die die ständige Weiterentwicklung der App und diverser Algorithmen erfordert.

    Die besagten Fintechs haben die notwendigen Mittel für diese Weiterentwicklung. Ihre Firma und andere in ihrer Branche natürlich nicht. Vor allen Dingen ist es doch so, dass alle losgezogen sind, eine App entwickelt haben und sich dann, nach kurzer Zeit, Ernüchterung einstellt, weil keine Weiterentwicklung stattfindet.
    Wie viele Menschen arbeiten denn in ihrer IT-Abteilung an der laufenden Weiterentwicklung und Verbesserung der App?

    Herr Pradetto schreibt regelmäßig schlimmen Unsinn – das kann er machen und über den Unternehmensblog verbreiten. Ich kann allerdings nicht verstehen, warum ihm auf dieser Seite eine Plattform geboten und dies auch so veröffentlicht wird.

    Keine Erwähnung findet in diesem Zusammenhang das größte Fintech am Martk. Check24 ist deutlich besser aufgestellt, als alle genannten Unternehmen.
    Sie verfügen über die mit Abstand besten Vergleichsrechner am Markt, das intelligenteste System was Kundenbindung angeht und bietet neben den einfachsten Vergleichen über den Kundenzugang schon lange die Möglichkeit, ganz einfach auch alle Versicherungen in den Check24 Bestand zu übertragen.

    Interessant ist wie Herr Pradetto seine Makler rügt, die wohl nicht begriffen haben, dass sie doch schleunigst alle seine App nutzen sollen. Natürlich freut sich Pradetto über viele Nutzer seiner App, toll wäre auch, wenn neue Abschlüsse oder Übertragungen via App stattfinden würden. Aber wieviele Bestandsübertragungen laufen denn eigentlich über die App pro Monat? 100, 500, viellicht sogar 2000 oder mehr?
    Zahlen also, die bei anderen Anbietern heute schon pro Tag bewältigt haben.

    Vielleicht ist es so, dass Pradetto erkennen muss, dass seine App faktisch tot ist und sein Geschäftsmodell einfach sehr unsexy ist.
    Und vielleicht noch eine Frage zum Schluss: Was befähigt Pradetto dazu, sich zu diesem Thema zu äußern? Ist er Fachmann oder Experte auf diesem Gebiet – wenn ja, warum? Welchen Abschluss hat er, welche Erfolge in diesem Bereich gefeiert? Oder ist etwa sein Buch der Grund für den Expertenstatus? Ein Buch, dass jeder Makler seines Unternehmens zigmal geschenkt bekommt (inklusive Signatur :)))) ), damit es vielleicht einmal in die Bestseller-Liste kommt?

    Kommentar von Markus Millen — 24. Januar 2017 @ 09:11

  6. Ich warte auf den ersten Kommentar von Eberhard S. und lasse ihm den Vortritt.

    Kommentar von Matthias Glesel — 24. Januar 2017 @ 08:09

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