28. Dezember 2017, 12:00
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Vertrieb 2018: “LVRG 2 wird in aller Munde sein”

Vertrieb 2018: LVRG 2 wird in aller Munde sein

Michael H. Heinz: “Wir werden uns für mehr Flexibilität in Vergütungsfragen stark machen.”

Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK):

Im nächsten Jahr werden die IDD und mit ihr die angepasste Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) in Kraft treten. Auch die neue Finanzmarktrichtlinie Mifid II wird ab Frühjahr 2018 gelten. Außerdem steht die Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) an.

Diese Gesetze werden längerfristige Auswirkungen auf den Berufsstand der Versicherungsvermittler haben. Wir werden sehr aufmerksam beobachten, ob und wie die Versicherer ihre LV-Bestände in den Run-off schicken oder sie gar an externe Investoren verkaufen.

In der nächsten Zeit wird es darauf ankommen, das federführende Bundeswirtschaftsministerium davon zu überzeugen, dass die im Zuge der IDD neu zu justierende VersVermV nicht zu viele Hürden für die Berufspraxis der Vermittler aufbaut. Zudem werden wir den Gesetzgeber davon zu überzeugen haben, dass die Belastungsgrenze durch das LVRG für uns erreicht ist und nun die Unternehmen ihren Beitrag zur Stabilisierung der Lebensversicherung leisten müssen.

Wir werden uns auch für mehr Flexibilität in Vergütungsfragen stark machen. Darüber hinaus werden wir uns dafür einsetzen, dass die Chancen der Digitalisierung im Onlinevertrieb nicht dazu missbraucht werden, eine Absenkung des Verbraucherschutzniveaus herbeizuführen. Denn schließlich sollen alle Vertriebswege gleich behandelt werden.

 

Seite drei: VDVM: “Persönliche Beratung trotz Digitalisierung zukünftig notwendig”

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1 Kommentar

  1. Die am Markt befindlichen Berufsverbände haben keinen nennenswerten Einfluss und müssen sich ob Ihrer geringfügigen Lobbymöglichkeiten genau so der Tatsache hingeben, dass der Markt und das Geschehen großteils seitens der Produktlieferanten gesteuert wird. Diese führen seit Jahren unabhängig einer etwaiger Interessenvertretungen geschickt eine Wandlung des Vertriebes weg vom Berater hin zur Online-Lösung. Die Lösung im Privatkundengeschäft lautet wie im Gerwerbe Geschäft um jeden Preis und woher die Vermittlung kommt ist völlig egal. Der BVK ist historisch eher die Vertretung der AU Vermittler und hat doch mit der Maklerschaft nicht wirklich was zu tun! Der VDVM vertritt seine paar hundert Grossmakler und fokussiert sich auf deren Interessen. Der AfW müht sich, hat aber auch keinen echten Einfluss. Kein einziger Verband tritt z.B. dafür ein, dass der unsägliche Multichannel-Vertrieb abgeschafft wird und die Produktlieferanten nicht mit Provisionsabhängigkeit den Markt nach ihren Willen steuern. Keiner der Verbände kann wirklich etwas gravierendes verändern und so wird das Vermittlersterben weiter und vielleicht nun auch noch schneller voran schreiten. Das Geschäftsmodell der Versicherungsvermittlung funktioniert leider nicht mehr, weshalb die Branche auch keinen Beraternachwuchs mehr in ausreichender Hinsicht bekommt. Das haben die großen Anbieter bereits seit Jahren nach Ihren Vorstellungen gesteuert und sind nun auf dem Weg hin zum voll digitalen Vertrieb. Das ertragreiche Gewerbegeschäft (ohne kleinere Unternehmen) kann man dann über übrig gebliebene Vermittler betreuen und Tarifbeiträge an welche sich Anbieter halten gibt es ohnehin nicht mehr. Im Zweifel wird dann halt der AU Vermittler über sein Ventil selbst zum Makler! Die Makler welche bis jetzt durchgehalten haben werden mit etwas Glück und wenn Sie über 50 sind ggf. Das Geschäft noch 5-10 Jahre durchhalten. Wem das nicht reicht, wird unweigerlich ein Problem bekommen. Im übrigen konnte ich in Bezug auf die unzähligen Regulierungen keinen echten Vorteil für die Kunden erkennen. Ganz im Gegenteil werden die Produkte immer noch differenzierter und komplizierter ausgestaltet, so dass die Kunden ganz bewusst den Überblick verlieren und der Nakler schneller als ihm lieb ist in die Haftungsfalle geriet. Hat doch gerade der VDVM und seine Vorgänger selbst jahrelang das Haftungsthema als Notwendigkeit einer Mitgliedschaft angeführt und hierdurch dazu beigetragen, dass nunmehr unzählige Anwälte Jagd auf Berater machen. Verbraucherschützer, Autohäuser, Krankenkassen usw, können ohne jegliche Haftung Versicherunfen vertreiben und die Interessenvertretungen schauen ohne Wiederspeuch seit Jahren zu bzw. haben ohnehin keine Möglichkeit entgegen zu wirken. Als nächstes kommt dann die Abschaffung der PKV und die einzigen welche bisweilen aufschreien sind die Mächtigen Ärzteverbände, weil diese z.B. auch anders wie die Vermittlerverbände mit einer Stimme sprechen. Letztlich sinkt das Schiff und ändern können das die bestehenden Interessenvertretungen allesamt nicht. Die Entscheidungen werden ganz woanders getroffen und wenn die Anbieter regional nicht weiter kommen, geht es halt über die EU.

    Kommentar von Hans-Jürgen Kaschak — 29. Dezember 2017 @ 20:25

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