6. Juli 2018, 14:21
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JPMorgan dementiert Bericht über Interesse an Deutsche-Bank-Einstieg

Wegen der anhaltenden Probleme der Deutschen Bank wird wieder einmal über ein Einstiegsinteresse ausländischer Banken und möglicher Hilfen der Politik spekuliert. Ihr eigenes mögliches Interesse dementierte die US-Großbank JPMorgan am Freitag jedoch.

JPMorgan dementiert Bericht über Interesse an Deutsche-Bank-Einstieg

Der Kurs der Deutschen-Bank-Aktie war Ende Juni auf das historische Tief von 8,755 Euro gefallen – seitdem hat sie sich wieder etwas erholt.

Das Wirtschaftsmagazin “Wirtschaftswoche” hatte zuvor berichtet, dass die US-Großbank sowie die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) ihr Interesse bekundet hätten, bei der Deutschen Bank einzusteigen.

Die “Wirtschaftswoche” berief sich dabei vage auf Spekulationen von Frankfurter Investmentbankern. Da Frankfurt nach dem Brexit wohl an Bedeutung gewinnt, gäbe es bei der US-Bank JPMorgan Gedankenspiele, möglicherweise bei der Deutschen Bank einzusteigen.

Auch die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) soll demnach Interesse haben. Sprecher der Deutschen Bank und ICBC wollten den Bericht nicht kommentieren.

Merkel sorgt sich um Deutsche Bank

An der Börse sorgte dieser für einen deutlichen Anstieg der Deutsche-Bank-Aktie. Das Papier stieg danach um bis zu 6,28 Prozent auf 10,12 Euro – zuletzt stand noch ein Plus von fast fünf Prozent auf der Kurstafel.

Neben dem Interesse der beiden Banken berichtete die “Wirtschaftswoche” auch über Sorgen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um die Deutsche Bank.

Sie habe deshalb bei einem Treffen mit dem Ex-Bundesbankpräsidenten Axel Weber um dessen Einschätzung zur Lage des Instituts gebeten. Das Blatt beruft sich dabei auf Kreise der CDU-Landesregierung Nordrhein-Westfalens.

Aktienkurs auf historischem Tief

Pikant dabei ist, dass Weber vor Jahren einmal als Vorstandschef der Deutschen Bank im Gespräch war und jetzt pikanterweise Verwaltungsratspräsident des Deutsche-Bank-Konkurrenten UBS ist.

Regierungssprecher Steffen Seibert bezeichnete den Bericht über das Treffen zwischen Merkel und Weber als “spekulativ”. Von der UBS gab es keinen Kommentar dazu.

Der Kurs der Deutschen-Bank-Aktie war Ende Juni auf das historische Tief von 8,755 Euro gefallen – seitdem hat sie sich wieder etwas erholt.

Dennoch ist die Bank an der Börse gerade noch etwas mehr als 20 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: JPMorgan kommt derzeit auf umgerechnet rund 300 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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