3. Januar 2018, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Der Beratungsbedarf wird von Jahr zu Jahr größer”

Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb und Mitglied der Geschäftsleitung bei Swiss Life Deutschland, hat mit Cash.Online über aktuelle Chancen und Herausforderungen im Vertrieb und seine Erwartungen an das Geschäftsjahr 2018 gesprochen.

Der Beratungsbedarf wird von Jahr zu Jahr größer

“Das Niedrigzinsumfeld wird uns auch in diesem Jahr eine rege Nachfrage bescheren.”

Cash.Online: Was werden im laufenden Jahr die bestimmenden Themen im Vertrieb sein?

Wald: Erstens: Die Zinsen werden auch 2018 niedrig bleiben. Deshalb werden renditeträchtige Anlagen, welche zur individuellen Risikoneigung der Kunden passen, die Basis für mittel- und langfristiges Sparen darstellen.

Zweitens: Um auf dem Markt zu bestehen, müssen Vertriebe die Digitalisierung noch konsequenter als zuvor angehen.

Drittens: Die Regulierung in Form von IDD, Mifid II, LVRG und Solvency II wird die Branche zusätzlich fordern. In der Folge werden wir den Beginn einer großen Marktkonsolidierung erleben.

Was kommt durch die fortschreitende Regulierung auf Berater und Vertriebe zu?

Die neuen Aus- und Weiterbildungspflichten, die notwendigen Anpassungen im Compliance-Management, zusätzliche Informations- und Dokumentationsauflagen sowie eine erweiterte Offenlegung der Provisionsvergütung üben Druck auf die Branche aus.

Marktteilnehmer müssen sich bewusst dem Thema annehmen und sich zukunftssicher aufstellen.

Wo sehen Sie die größten Chancen beziehungsweise Herausforderungen?

Die positive Botschaft ist: Der Beratungsbedarf der Menschen wird auch durch die niedrigen Zinsen von Jahr zu Jahr größer. Sie müssen vorsorgen und der Staat und Regulator unterstützt sie dabei mit einer Erhöhung der Förderungen.

Vertriebe, die auf Qualität setzen und die Digitalisierung als Chance begreifen, werden sich deshalb behaupten. Wir glauben an diesen Markt und investieren weiterhin intensiv.

Seite zwei: “Niedrigzinsumfeld sorgt für rege Nachfrage”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DIA: Rentenkommission steht mit leeren Händen da

„Aufgabe nicht erfüllt. Dieses knappe Fazit müsste die Rentenkommission heute bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse ziehen, wenn sie ehrlich wäre“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...

Immobilien

Wichtige Schutzmaßnahmen für Kleinvermieter und kleine Immobilienunternehmen fehlen noch

„Die Kündigungsschutzmaßnahmen für Mieter sind wichtig und richtig. Gleichwohl darf die Rettung der Mieter nicht bei den Vermietern abgeladen werden. Der Kleinvermieterschutz kommt derzeit zu kurz. Private Kleinvermieter dürfen nicht zu den großen Verlierern der Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise werden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute nach der Verabschiedung des umfangreichen Corona-Hilfspakets im Bundesrat.

mehr ...

Investmentfonds

Banken werden die Rezession besser meistern, als vom Markt erwartet

Ein Kommentar von Sebastian Angerer und Ivor Schucking, Research Analysts bei der Legg-Mason-Boutique Western Asset Management, zu den Perspektiven der Banken bei einem Konjunktureinbruch.

mehr ...

Berater

AfW bietet Übersicht zu Corona-Fördermitteln

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket für Unternehmer zusammengestellt, um die Folgen der Coronakrise zumindest abzumildern. Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung gibt nun allen Vermittlern eine Übersicht über mögliche Fördermöglichkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Holland-Fonds mit Gesamtüberschuss

Die Lloyd Fonds Gruppe hat im März 2020 ein Fondsobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor verkauft. Das teilt das Unternehmen anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2019 mit. Die BaFin erteilte zudem eine weitere KWG-Zulassung. Die Hauptversammlung wird wegen Corona verschoben.

mehr ...

Recht

EuGH: Widerrufsrecht im Darlehensvertrag muss klar formuliert sein

Darlehensverträge müssen klare und für Verbraucher verständliche Hinweise auf den Beginn von Widerspruchsfristen enthalten. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag zu einem Fall aus Deutschland klargestellt (Rechtssache C-66/19).

mehr ...