26. September 2019, 12:30
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Digitale Neuerfindung? Berater punkten in der digitalen Welt mit bodenständigem Sachverstand

Das haben wir so oder so ähnlich alle schon einmal gehört: Wegen der Digitalisierung der Finanzwelt muss sich Beratung neu erfinden. Der Witz dabei ist nur: Es ist nicht immer unbedingt das Detailwissen über die neuesten technologischen Finessen, mit denen Berater ihren Kunden am besten weiterhelfen können. Ein Gastbeitrag von Martin Schemm, Leiter des Produktpartner-Geschäfts bei iwoca.

Digitalisierung in Digitale Neuerfindung? Berater punkten in der digitalen Welt mit bodenständigem Sachverstand

Ein unabhängiger Berater aus unserem Partnernetzwerk, mit dem wir bei der Vermittlung von Unternehmenskrediten zusammenarbeiten, erzählte uns im Frühjahr: “Heutige Geschäftsführer kleiner Betriebe sind hoch motiviert und innovativ – aber die Bilanz richtig aufzustellen, ist für sie eher problematisch.”

Trotz vielfältigem Digitalangebot wird die persönliche Beratung gebraucht

Um der Sache etwas genauer auf den Grund zu gehen, haben wir das Meinungsforschungsinstitut YouGov beauftragt, von 500 Selbständigen und Entscheidern in kleinen Unternehmen zu erfahren, wie sie ihr Vorwissen in grundlegenden Bereichen der Betriebsführung selber einschätzen.

Ganz grundsätzlich war der Befund: Gerade in Zeiten der Digitalisierung fühlen sich inzwischen nicht mehr nur Verbraucher sondern auch Selbständige und kleine Unternehmen einem scheinbar undurchdringlichen Geflecht digitaler Finanzangebote ausgesetzt. Berater schlagen in diesem Kontext eine wichtige Brücke als Orientierungshilfe im digitalen Dschungel:

Die YouGov-Umfrage ergab, dass knapp ein Drittel der Befragten (30 %) ihre unabhängigen Berater als eine der verlässlichsten Anlaufpunkte auf der Suche nach Krediten betrachtet. Damit liegen sie nicht weit von klassischen Hausbanken entfernt, die von 42 % der Befragten als eine der verlässlichsten Informationsquellen eingeschätzt werden.

Beratungsstärke: Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Berater können zusätzlich aber noch weitere Wissenslücken schließen. Dieselbe YouGov-Umfrage belegt, was uns unser Beraterpartner über die Vorkenntnisse seiner Kunden geschildert hat: Zahlreiche Kleinunternehmer sind sich bei vielen betriebswirtschaftlichen Grundlagen unsicher und können deshalb eine helfende Hand gut gebrauchen:

● 36% schätzen ihr Vorwissen für die Erstellung von Business-Plänen, die zur Beantragung von Finanzprodukten dienen, als eher schlecht ein
● 30% berichten von Unsicherheiten bei der Cash-Flow Planung
● Knapp ein Viertel (23 %) sind sich sogar bei der Erstellung ihres Jahresabschlusses unsicher

Die statistischen Zahlen spiegeln wider, was wir in unsere praktischen Arbeit mit unabhängigen Beratern immer wieder sehen. Ein unschlagbarer Service bedeutet für unsere Beraterpartner häufig, nicht nur dabei zu helfen, den richtigen digitalen Kreditanbieter zu finden. Sie stellen auch gemeinsam mit ihren Kunden sicher, dass alle notwendigen Dokumente für den Kreditantrag korrekt sind und sich Kreditanbieter ein wirklich realistisches Bild der aktuellen Finanzierungslage des Unternehmens machen können.

Berater müsse ihre klassischen Stärken nutzen!

Es gilt also: Was von manchen digitalen Propheten als die komplette Neuerfindung des Beratungsberufs ausgerufen wurde, kann für Berater auch eine Rückbesinnung auf ihre klassischen Stärken bedeuten. Zusätzlich hilft es, sich durch Partnerprogramme über neue Produkte im Markt auf dem Laufenden zu halten.

 

Foto: Shutterstock

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