17. Dezember 2019, 10:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Digitalisierung: Blick auf die Kosten kein Thema

Digitalisierung ist keine Frage des Geldes. Dies ist die zentrale Erkenntnis der Umfrage, die Rueckerconsult im Auftrag der Alasco GmbH unter in Deutschland tätigen Projektentwicklern, Bauträgern und Generalübernehmern durchgeführt hat. Vielmehr stellen die Eingliederung einer neuen Software-Lösung in die bestehende Infrastruktur sowie die Kompatibilität mit bestehenden Programmen die größten Hemmnisse dar.

Digitrans in Digitalisierung: Blick auf die Kosten kein Thema
Als Motiv für die Einführung von innovativen Software-Lösungen in den Unternehmen nennen über 90 Prozent der Befragten die Steigerung der unternehmerischen Effizienz, gefolgt vom Ausbau der eigenen Wettbewerbsfähigkeit mit 60 Prozent. Kostendruck spielt mit sechs Prozent der Nennungen nur eine untergeordnete Rolle. „Die Unternehmen erkennen die Vorteile, die ihnen neue technische Lösungen zur effizienteren Planung und Umsetzung von Immobilienprojekten bieten. Digitale Lösungen ersetzen zeitintensive, manuelle Prozesse durch automatisierte Workflows, reduzieren dadurch Fehlerquellen, erhöhen die Transparenz und unterstützen die Vernetzung aller Projektbeteiligten für eine bessere Kommunikation“, sagt Benjamin Günther, Gründer von Alasco. „Die Opportunitätskosten nicht zu digitalisieren sind mittlerweile wesentlich höher als die Kosten für die Digitalisierung selbst, weshalb der Preis für Software nicht das entscheidende Kriterium ist.“ Für lediglich zwölf Prozent der Befragten stellen die Kosten eines der drei wichtigsten Auswahlkriterien von Software-Lösungen dar. Eine hohe Leistungsfähigkeit (62%) sowie Datensicherheit und die Kompatibilität mit der bestehenden IT-Infrastruktur (jeweils 50%) liegen dagegen an der Spitze.

Grafik1 Welche-Faktoren-hemmen-den-Digitalisierungsprozess Copyright-RUECKERCONSULT-Alasco-Kopie in Digitalisierung: Blick auf die Kosten kein Thema

Digitalisierung vermag starke Steigerung der Baukosten zu stoppen

Aufgrund von Inflation, hoher Auslastung der Baubetriebe und Fachkräftemangel sind die Baukosten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt erhöhten sich die Baukosten für Wohngebäude zwischen 2009 und 2018 um 33 Prozent und stellen somit einen der Hauptkostentreiber für Miet- und Kaufpreise dar. Dem Einsatz moderner Technologien schreiben mehr als zwei Drittel der Befragten das Potenzial zu, die Baukostensteigerungen abzudämpfen bzw. zu stoppen. 18 Prozent schätzen sogar, dass eine Senkung der Baukosten durch die Digitalisierung herbeigeführt werden kann.

Grafik2 Was-waren-die-Gruende-zur-Implementierung-neuer-digitaler-Loesungen Copyright-RUECKERCONSULT-Alasco-Kopie in Digitalisierung: Blick auf die Kosten kein Thema

Vielfältige Geschäftsfelder für Proptechs

Gefragt nach den Bereichen der Bau- und Immobilienbranche mit dem größten Potenzial zur Digitalisierung von Prozessen gab mit 80 Prozent die große Mehrheit die Projektplanung (Architektur, TGA-Planung, etc.) an, gefolgt von Verkauf, Vermietung und Marketing mit 53 Prozent. „Die Vorstellungen von Digitalisierung in der Branche sind sehr stark durch Building Information Modeling (BIM) und 3D-Visualisierungen mit Virtual Reality geprägt. Dass es noch viele weitere sinnvolle Ansatzpunkte für den Einsatz digitaler Lösungen gibt, zeigt die große Zahl unterschiedlichster Proptechs, die auf den Markt kommen“, sagt Sebastian Schuon, Gründer von Alasco. „Auch in der Breite werden sich innovative Lösungen, die echte Vorteile bieten, nach und nach durchsetzen. Das zeigt die große Nachfrage, auf die wir mit unserer Software für das digitale Finanzmanagement von Immobilienprojekten gestoßen sind, und die nach nur einem Jahr bereits bei Projekten mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro zum Einsatz kommt.”

Grafik3 Kriterien-bei-der-Auswahl-von-Software-Loesungen Copyright-RUECKERCONSULT-Alasco-Kopie in Digitalisierung: Blick auf die Kosten kein Thema

Foto: Shutterstock, Rueckerconsult & Alasco

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Erster im Markt: Gothaer bündelt bAV- und bKV-Verwaltung in einem Portal

Um den Verwaltungsaufwand für die betriebliche Vorsorge und Absicherung für Arbeitgeber deutlich zu vereinfachen, bündelt die Gothaer als erster Versicherer die bAV und bKV-Verwaltung für Arbeitgeber in einem gemeinsamen Portal.

mehr ...

Immobilien

Stadtflucht wegen Coronakrise?

Treibt Corona die Deutschen aufs Land? Immerhin haben die Vorteile der Stadt in Zeiten von Kontakteinschränkungen und Sperrstunden weniger Relevanz. Große Menschenansammlungen sind auf dem Land leichter zu meiden. Doch spiegelt sich diese landläufige Ansicht auch im Suchverhalten und den Nachfragepräferenzen von Immobiliensuchenden wider?

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Konsolidierung mit Kapital und Köpfen

Suchten Makler in der Vergangenheit Anschluss an einen Pool oder wollten zu einem anderen wechseln, lenkten sie den Blick meist auf die Provisionstabellen. Wettbewerb lief vor allem über die Vergütung und Produktpalette. Diese Zeiten sind vorbei. Natürlich spielen beide Kriterien noch eine Rolle, aber die entscheidende Frage lautet: Wie bewältigt der Pool des Vertrauens die Herausforderungen, die wegen der enorm schnellen und einschneidenden technischen Entwicklung entstehen?

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...