4. Januar 2019, 11:19
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Finanzwissen: SPD-Politiker sieht Branche in der Pflicht

Kann man von Verbrauchern erwarten, sich das nötige finanzielle Wissen anzueignen, um einen Kapitalanlage wie einen Lebensversicherungsvertrag, einen Aktienfonds oder ein Direktinvestment in Container mit allen komplizierten Details seriös beurteilen zu können? Der finanzpolitische Sprecher der SPD, Lothar Binding, hat dazu eine eindeutige Meinung. 

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Lothar Binding ist finanzpolitischer Sprecher der SPD.

“Wenn ich als Elektriker eine Leitung falsch verlege und das Haus dann wegen eines Kurzschlusses abbrennt, kann ich dem Kunden hinterher auch nicht sagen: Das hätten Sie wissen können, wenn Sie sich um etwas mehr ‘elektrische Bildung’ gekümmert hätten”, sagte Binding dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”.

“Beschlossenes wirken lassen”

Er plädiert allerdings auch dafür, das bereits Beschlossene wie die europäische Richtlinie Mifid II erst einmal wirken zu lassen. Binding sagte dem “Spiegel”, er habe sich vor kurzem in einer Bank beraten lassen und sei dort “gut aufgeklärt” worden. (kb)

Foto: lothar-binding.de

1 Kommentar

  1. Verbraucher zu schützen finde ich immer ganz wichtig, aber das befreit einen ja doch auch nicht vor Eigenverantwortung. Bei Elektrikern oder Ärzten informiere ich mich auch zuvor selbst, ob andere mit diesen gute Erfahrungen gemacht haben und ob Fortbildungen etc gemacht wurden. Genauso gehe ich das an, wenn es um meine Finanzen geht. Ich habe mich da intensiv mit meinem Bankberater ausgetauscht, die Entscheidung für Direktinvestitionen in die Lichtmiete Invest, einen ETF und auch Edelmetalle, habe ich aber nach reiflichen Überlegungen selbst getroffen. Ich habe das ausgewählt, was meiner Meinung nach zukunftsträchtig ist und zu mir passt. Und selbst kennt man sich immer noch besser, als das Berater, Elektriker oder auch Ärzte könnten. Verbraucherschutz sollte sich im besten Fall mit Eigenverantwortung optimal ergänzen.

    Kommentar von Lisa G. — 9. Januar 2019 @ 17:39

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