16. Januar 2019, 15:48
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Geldvermögen: Deutschland erreicht neuen Meilenstein

Fast ebenso hoch in der Beliebtheitsskala stehen Lebensversicherungen und andere Vorsorge fürs Alter. Hier erhöhten sich die Bestände zum Vorquartal um rund 17 Milliarden auf 2257 Milliarden Euro.

Um Aktien machen viele Bundesbürger nach wie vor einen Bogen. Mit 643,8 Milliarden Euro stiegen die Aktienbestände und sonstige Anteilsrechte zum Vorquartal (629,0 Mrd Euro) allerdings. Dazu kommen 595,7 (Vorquartal: 586,3) Milliarden Euro in Investmentfonds.

Einer Umfrage zufolge sind Vorbehalte gegen eine Geldanlage in Aktien in Deutschland weit verbreitet. In einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Aktieninstituts (DAI) und der Börse Stuttgart mit gut 2.000 Teilnehmern gaben zwei Drittel (65 Prozent) der Nicht-Aktienbesitzer an, sie hielten solche Wertpapiere für zu riskant. Jeder zweite (48 Prozent) aus dieser Gruppe erklärte zudem, er halte eine Anlage in Aktien für umständlich.

Zinsflaute freut Kreditnehmer

Immerhin jeder dritte Nicht-Aktienbesitzer würde sich demnach bei einer besseren staatlichen Förderung mehr für eine Geldanlage an der Börse interessieren. In den USA beispielsweise fördert der Staat Alterssicherung über den Kapitalmarkt stärker.

Im Gegensatz zu Sparern profitieren Kreditnehmer von der Zinsflaute. Die privaten Haushalte nutzten die niedrigen Zinsen nach Angaben der Bundesbank auch im dritten Quartal 2018, um sich günstig Kredite zu verschaffen – vor allem für den Wohnungsbau.

Die gesamten Verbindlichkeiten der Privathaushalte stiegen um 1,2 Prozent auf 1.776 Milliarden Euro. Abzüglich der Schulden erhöhte sich das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte gegenüber dem zweiten Quartal 2018 um knapp 56 Milliarden Euro auf 4.277 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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