31. Juli 2019, 11:00
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Heller: “Digitalisierung benötigt volldigitale Vorauswahl geeigneter Produkte und einen unabhängigen Beratungsprozess”

Die Werbung verspricht bei Krediten und Finanzierungen immer öfter, dass die Auszahlung in Echtzeit statt findet. Cash. Online hat bei Zitatgeber: Stephan Heller, Gründer und CEO von FinCompare, nachgefragt, ob dies glaubwürdig ist und welche Schlussfolgerungen sich für den Vertrieb von Versicherungen und Finanzdienstleistungen ableiten lassen.

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Sie werben damit, dass über die Integration von iwoca bei FinCompare Unternehmenskredite binnen von Minuten ausgezahlt werden können. Wie wirkt dies auf den Kunden?

Die schnelle Bewilligung und Auszahlung von Unternehmenskrediten stößt ganz besonders bei den vielen Kleinst- und Kleinunternehmen auf große Nachfrage. Von den laut Statistischem Bundesamt etwa 2,5 Millionen KMU in Deutschland entfallen weit über 90 Prozent auf Kleinstunternehmen sowie Kleinunternehmen.

Diese Unternehmen haben ganz besondere Anforderungen, zum Beispiel schnelle Kreditzusagen, taggleiche Auszahlung und passgenaue Konditionen. Gleichzeitig werden diese Unternehmen häufig von Banken nicht betreut, da sich für die Institute der Aufwand nicht lohnt.

 

Gibt es eine maximale Geschwindigkeit, die nicht unterschritten werden darf, damit die Auszahlung von Krediten und Finanzierungen noch glaubwürdig bleibt?

Nein, das denken wir nicht. Die Digitalisierung bietet die Möglichkeiten des vollautomatisierten Prozesses von der Kreditanfrage bis zur Bewilligung und Auszahlung. Hier werden wir in den kommenden Jahren sicherlich noch einige Quantensprünge erleben.

Die Bewilligung von Krediten oder der Abschluss anderer Finanzierungsformen wie Leasing oder Factoring wird immer schneller durch digitale Vergleichsplattformen wie beispielsweise FinCompare.

Banking bleibt bei aller Technologie auch immer Vertrauenssache. Wie weit kann Digitalisierung in diesem Bereich gehen?

Wir sind der Meinung es gibt eine bestimmte Schwelle, einen ‘digitalen Grenznutzen’ sozusagen, gerade bei Unternehmensfinanzierungen. Das hängt ursächlich mit der Höhe der Finanzierungen zusammen:

Unternehmenskredite genau wie Konsumentenkredite im Privatbereich werden schon heute volldigital abgeschlossen. Bei vielen Unternehmensfinanzierungen sprechen wir aber ja schnell von hohen sechs- bis siebenstelligen Beträgen.

In dieser Höhe schließen die wenigsten Unternehmen eine Finanzierung online ab, ohne vorher nicht mindestens einmal mit einem Berater gesprochen zu haben.

Was bedeuten diese Möglichkeiten für die künftige Entwicklung?

Wir glauben, dass es einen Kompass braucht in der immer komplexeren Welt von Finanzen und Versicherungen. Die besten Chancen hat unserer Meinung nach die Kombination aus Technologie und menschlicher Beratungskompetenz:

Eine volldigitale und intelligente Vorauswahl über geeignete Produkte und dann einen unabhängigen und kompetenten Beratungsprozess bis zum Abschluss. Das bietet Chancen im digitalen Zeitalter:

Versicherungs- und Finanzmakler sollten sich die technologischen Möglichkeiten zu Nutze machen, denn Beratung bleibt wichtiger denn je.

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