Mitarbeiter: Fluchtgrund Chef

Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken! Das gilt auch für viele Probleme am Arbeitsplatz. Hauptursache für Leistungsdruck, Stress und hohe Fehlzeiten in der Arbeitswelt ist der Chef. Viele Probleme sind also hausgemacht. Darum sind sie oft auch unternehmensintern lösbar.

Gastbeitrag von Bernd M. Wittschier, 4 2 3 Beratung und Training für die Wirtschaft

Bernd M. Wittschier: „Chefs mit negativem Menschenbild müssen sich wandeln oder den neuen Rahmenbedingungen anpassen.

Chef-Bashing scheint „in“ zu sein. Magazinstorys wie „Problem: Chef“ im „Spiegel“ 45/2013 legen die Vermutung nahe. Auf der anderen Seite titelt ein unabhängiges Institut wie das Beratungsunternehmen Gallup

in seinem jährlich erscheinendem „Engagement Index“ Anfang 2017: „Schlechte Chefs kosten deutsche Volkswirtschaft bis zu 105 Milliarden Euro jährlich“.

Den Führungskräften gelinge es demnach nicht, die Mitarbeiter emotional zu binden. Darum befänden sich viele Mitarbeiter auf der Flucht – in die innere Kündigung oder zum Wettbewerb.

Niemand sucht die Schuld bei sich selbst

In meinen Beratungen und Coachings erlebe ich Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte, die berichten, ihre Mitarbeiter steckten im Demotivationsloch fest oder begäben sich auf die Reise Richtung Konkurrenzunternehmen.

Das Problem: Viele Chefs sehen alle möglichen Ursachen für diese Entwicklungen – sie packen sich jedoch zu selten an die eigene Nase.

Dazu noch eine Gallup-Zahl: 97 Prozent der Chefs halten sich selbst für eine gute Führungskraft, sind sich mithin ihrer Defizite nicht bewusst.

Seite zwei: Vielfältige Fluchtbewegungen

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