IVFP: Das sind die nachhaltigsten Fondspolicen-Anbieter

Die grüne Welt in den Händen
Nachhaltige Altervorsorge gewinnt immer mehr Anleger

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat 54 private fondsgebundene Rentenversicherungen von 40 Anbieter auf ihre Nachhaltigkeit untersucht. Ein "Exzellent" erhielten die Lebensversicherer der  Alte Leipziger, Continentale, Stuttgarter und Zurich Deutscher Herold in der Kategorie "Komfortorientiertes Investieren". In der Kategorie "Aktives Investieren" bekamen die Allianz, die Alte Leipziger, die Continentale, Standard Life und die Stuttgarter ein "Exzellent".

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat 54 private fondsgebundene Rentenversicherungen von 40 Anbieter auf ihre Nachhaltigkeit untersucht.

Ein „Exzellent“ erhielten die Lebensversicherer der  Alte Leipziger, Continentale, Stuttgarter und Zurich Deutscher Herold in der Kategorie „Komfortorientiertes Investieren“. In der Kategorie „Aktives Investieren“ bekamen die Allianz, die Alte Leipziger, die Continentale, Standard Life und die Stuttgarter ein „Exzellent“.

Ziel des Fondspolicen-Nachhaltigkeits-Rating des IVFP ist es, den Beratern und Kunden eine erste Übersicht zu verschaffen, welche Versicherer sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen und gegebenenfalls ein passendes Vorsorgeprodukt im Angebot haben.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf Fondspolicen und deren Fondssortimenten. Das Rating ist sozusagen als Ausgangspunkt für eine persönliche Recherche zu interpretieren und ergänzt die Produktratings des IVFP, betont die Ratingagentur.

54 Tarife von 40 Anbietern im Test

Grundlage des Fondspolicen-Nachhaltigkeits-Rating sind private fondsgebundene Rentenversicherungen und deren Fondssortiment. Das IVFP hat insgesamt 54 Tarife von 40 Anbietern untersucht. Die Tarife wurden hinsichtlich eines aktiven Anlegers auf 19 Kriterien und hinsichtlich eines komfortorientierten Anlegers auf 14 Kriterien hin untersucht.

Untersuchungsgegenstand war zum einen die grundsätzliche Unternehmenspositionierung bezüglich dem Thema Nachhaltigkeit. Zum anderen wurde das Fondsangebot hinsichtlich Umfang und Qualität geprüft. Des Weiteren wurde ein Augenmerk auf die Transparenz und den Service gelegt.

Die Tarife erhielten in beiden Gruppen eine Benotung. Eine Mischnote aus beiden Gruppen wurde nicht gebildet. Tarife die im Benchmark weit überdurchschnittlich abschneiden, wurden mit der Auszeichnung “Exzellent“ bewertet. Tarife die im Benchmark überdurchschnittlich abschneiden, erhielten die Auszeichnung “ Sehr Gut“.

Bei der Analyse wurden die Anleger in zwei Gruppen unterteilt. Beide Gruppen haben unterschiedliche Anforderungen an das Fondsangebot hinsichtlich der Bedürfnisse eines aktiven als auch eines komfortorientierten Anlegers.

Der aktive Kunde möchte beim Investieren aktiv mitentscheiden, so das IVFP. Für diesen Anlegertyp eigneten sich daher eher Aktien- und Rentenfonds. Zudem kann er sein Portfolio individuell zusammenstellen.

Der komfortorientierte Kunde möchte beim Investieren eher wenige Entscheidungen treffen und das Zusammenstellen des Portfolios den Profis überlassen. Für ihn eignen sich eher Mischfonds oder versicherungseigene Depot-Lösungen.

Jeder Dritte Euro in nachhaltigen Investmentfonds

Grund für das Rating sei, dass allein im vergangenen Jahr jeder dritte Euro, der 2019 in Europa in Investmentfonds angelegt wurde, in einem Produkt landete, das sich dem Thema Nachhaltigkeit widmet, betont das IVFP.

„Das wachsende Interesse an nachhaltigen Kapitalanlagen zeigt, dass Nachhaltigkeit bei zahlreichen Anlegern – neben Rentabilität, Sicherheit und Liquidität – zur vierten Entscheidungsdimension avanciert“, sagt Martin Leibner, Fondspolicen-Experte des IVFP.

Dies habe auch die EU erkannt und die Einführung eines einheitlichen Klassifikationssystems für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (sog. Taxonomie) beschlossen. Die einheitliche Klassifizierung soll Transparenz über den Nachhaltigkeitsgrad von Unternehmen und Finanzprodukten schaffen und der Marktfragmentierung entgegenwirken.

Taxonomieverordnung und nachhaltige Informationspflichten

Betroffen von der Taxonomie-Verordnung ist auch die Versicherungsbranche, denen neue nachhaltige Informationspflichten auferlegt werden. Des Weiteren werden Vermittler künftig bei der Beratung auch Nachhaltigkeitspräferenzen der Kunden berücksichtigen müssen.

„Die Übergangszeit, bis zur Umsetzung der Verordnung, sollten die Versicherer daher nutzen, um sich zum einen mit ihren Produkten entsprechend zu positionieren und zum anderen ihren Beratern Tools an die Hand zu geben, die die Anlegerprofilierung um den Aspekt der Nachhaltigkeit erweitert“, empfiehlt Leibner.  Dabei will das IVFP wertvolle Unterstützung liefern. (dr)

Foto & Grafiken:IVFP & Shutterstock

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