16. März 2020, 13:24
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Klaus Hermann: “Ich habe Blut und Wasser geschwitzt”

Cash. sprach mit Klaus Hermann, Versicherungskaufmann und Entertainer, über seine Erfahrungen und Strategien bei der Kapitalanlage.

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Klaus Hermann

Herr Hermann, Ihre erste größere Geldanlage – erinnern Sie sich?

Hermann: Ja, daran kann ich mich erinnern. Das war 1992. Damals hatte ich einen Kundentermin, dabei ging es natürlich um Versicherungsthemen. Der Kunde war Fondsanlagenvermittler, er hat Pioneer-Fonds vermittelt. Am Ende des Beratungsgesprächs sah er mir ins Gesicht und sagte: “Herr Hermann, ich sehe an Ihren Augen, dass sie ein intelligentes Kerlchen sind. Wenn Sie noch eine Stunde Zeit haben, erkläre ich Ihnen, wie der Aktienmarkt funktioniert.” Er hat also den Spieß umgedreht. Dann hat er mir ganz in Ruhe und verständlich erklärt, wie der Markt funktioniert. Anschließend habe ich 5.000 DM angelegt – das war für mich damals richtig viel Geld – und einen Sparplan eingerichtet. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt.

Hat sich das Investment rentiert?

Hermann: Es hat sich auf jeden Fall rentiert und hat einen Heidenspaß gemacht. Ende der neunziger Jahre habe ich dann alle Fondsanlagen verkauft und war mutig genug, auch Einzelaktien zu kaufen.

Worin investieren Sie heute?

Hermann: Immobilien konsequent nein. Ich halte sie nicht für grundsätzlich falsch in der Anlage, es hat einfach etwas mit meiner Lebensphilosophie zu tun. Eine Immobilie ist immobil und ich möchte in meinem Leben jederzeit flexibel sein. Ich möchte Freiheiten haben, eine Immobilien bindet mich zu sehr. Ich habe Aktien und Fonds und bin ein großer Freund davon, Gelder in Kapitalversicherungen anzulegen. Seit diesem Jahr investiere ich zudem mit einer hundertprozentig ökologisch-nachhaltigen Ausrichtung. Das ist eine grundsätzliche Entscheidung, da ist mir dann auch das letzte Stück Rendite egal.

Mit Anlageberatung oder ohne?

Hermann: Ohne. Meiner Hausbank habe ich jetzt nach sieben Jahren den Rücken gekehrt. Dort dachte man wahrscheinlich, dass ich das alles allein kann, weil ich mit Versicherungen zu tun habe. Von der Bank ist in sieben Jahren niemand auf mich zugekommen. Ich hätte gerne mal eine Beratung genossen, aber mein Depot lag dort einfach nur und jedes Jahr wurden Depotgebühren fällig. Ich berate mich also selbst und vertraue meinen Instinkten. Meine Bank wollte ja nicht.

Das Gespräch führte Kim Brodtmann, Cash. 

Foto: Klaus Hermann

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