10. Februar 2020, 09:14
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Start-ups erhalten Rekordgelder von Investoren

Deutsche Start-ups, die Geldanlagen oder Versicherungen für Verbraucher einfacher und komfortabler machen wollen, haben Rekordgelder von Investoren erhalten. 2019 sammelten die jungen Finanzfirmen 1,7 Milliarden Euro ein, zeigen Zahlen des Analysehauses Barkow Consulting. Das sei ein Plus von 44 Prozent gemessen am Vorjahr. Allein rund 442 Millionen Euro entfielen dabei auf Versicherungs-Start-ups, dreimal so viel wie im Vorjahr.

 in Start-ups erhalten Rekordgelder von Investoren

Wefox-Chef Julian Teicke

“Das digitale Angebot an Versicherungslösungen wächst”, sagte Gründer Peter Barkow. Start-ups für Versicherungen boomten. Dreistellige Millionen-Summen flossen 2019 an den digitalen Autoversicherer Friday, der Policen je nach gefahrenen Kilometern bepreist sowie das Versicherungs-Start-up Wefox, das etwa den Abschluss von Hausrats- und Haftpflichtversicherungen per App in Minutenschnelle anbietet.

Viel Auftrieb für Finanz-Start-ups sieht auch PwC. Deutschlands Banken hätten so offensiv wie noch nie in solche “Fintechs” investiert, heißt es in einer neuen Studie der Beratungsgesellschaft. Von Januar bis Juli 2019 beobachtete sie 36 direkte Beteiligungen von Banken an jungen Finanzfirmen – fast ebenso viele wie im gesamten Vorjahr. Hiesige Versicherer waren ebenfalls umtriebig: Sie beteiligten sich bis Juli direkt an 20 jungen Finanzfirmen. Zudem investierten Versicherungen auch jenseits der eigenen Branche – etwa in Start-ups für Drohnen, künstliche Intelligenz und Mobilität.

Üppige Profite

Für Start-ups sind die Geldspritzen von Investoren überlebenswichtig, da sie anfangs meist keine Gewinne erzielen. Gerade angelsächsische Fonds stecken Wagniskapital in Start-ups in der Hoffnung, dass sich deren Geschäftsideen durchsetzen und ihnen üppige Profite bringen. 2018 hatten deutsche Finanz-Start-ups erstmals über eine Milliarde Euro (1,17 Milliarden Euro) Wagniskapital eingesammelt. Finanz-Start-ups bieten etwa Banking per Smartphone, digitale Vermögensverwaltungen oder Zinsvergleiche für Tagesgeld an. Mit ihren Innovationen machen sie Banken teils Konkurrenz, teils arbeiten sie mit ihnen zusammen. (dpa-AFX)

Foto: Christof Rieken

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...