Diva: Trend zu Aktien verstärkt sich

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Der vom Deutschen Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (Diva) erhobene Geldanlage-Index ist im Vergleich zur Wintererhebung von 41,1 auf 46,7 Indexpunkte angestiegen. Das deutet laut Diva darauf hin, dass immer mehr Bürger negative Realrenditen fürchten und in der Folge den Schritt weg von zinsbasierten Anlagen hin zu Geldanlagen mit positiven Renditechancen suchen.

Die Befragungen im Zusammenhang mit dem Index zeigen: Knapp die Hälfte der Bürger (43,5 Prozent) und die große Mehrheit der Experten (67 Prozent) rechnen mit einer Inflationsrate von bis zu drei Prozent in den kommenden fünf Jahren. Weitere 16,1 Prozent bei den Bürgern und 23,9 Prozent auf Expertenseite gehen sogar davon aus, dass die Inflationsrate drei Prozent übersteigt.

Dies hat Auswirkungen auf das Anlegerverhalten: Mehr als jeder Dritte der befragten Bürger in Deutschland (36,9 Prozent) erachtet Immobilien zumindest als sinnvolle Teilstrategie. Bei circa einem Viertel (25,9 Prozent) spielen Gold und andere Edelmetalle eine Rolle. Und ein weiteres Viertel (24,3 Prozent) hält Aktien und Aktienfonds für geeignet, um der Inflation entgegenzuwirken. Bei der Expertenbefragung befinden sich dieselben Anlageformen unter den Top 3 – wenn auch in anderer Reihenfolge: Aktienbasierte Anlageformen werden bis auf wenige Ausnahmen von allen Experten (93,8 Prozent) als wichtige Inflationsstrategie angesehen. Dahinter folgen Immobilien mit 57,8 Prozent und Edelmetalle mit 54,2 Prozent.

Zur Ermittlung des Indexes befragt das Diva halbjährlich sowohl Bürger als auch Geldanlage-Experten zu ihrer Haltung gegenüber aktienbasierten Anlageformen. Insgesamt wurden 2.000 Menschen in Deutschland sowie 800 Mitglieder des BDV (Bundesverband Deutscher Vermögensberater) befragt. Der DVAG-nahe BDV hat das Diva im Jahr 2019 gegründet.

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