Mehr als die Hälfte der Deutschen sind potenzielle Frührentner

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Bei der Finanzierung eines frühzeitigen Ruhestands kommen verschiedene Strategien zum Einsatz, die teilweise auch kombiniert werden.

Fast ein Viertel der Menschen in Deutschland (23,5 Prozent) hat die feste Absicht, vor dem gesetzlichen Rentenalter den Ruhestand anzutreten. Dies geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) hervor.

Hinzu kommen weitere 35,1 Prozent, die sich einen vorgezogenen Renteneintritt zumindest vorstellen können. Damit sind mehr als die Hälfte der deutschen Bürger (58,6 Prozent) potenzielle Frührentner.

Bei der Finanzierung eines frühzeitigen Ruhestands kommen laut Studie verschiedene Strategien zum Einsatz, die teilweise auch kombiniert werden. Ein Viertel der potenziellen Frührentner (26,1 Prozent) sichert sich mit zusätzlichen Rentenzahlungen ab, beispielsweise den staatlich geförderten Riester- oder Rürup-Renten. Ein weiteres Viertel (26,2 Prozent) plant die Finanzierung mit Vermögensanlagen wie etwa vermieteten Immobilien oder Aktienfonds. 28,6 Prozent besitzen eine selbstgenutzte Immobilie und rechnen mit den gesparten Mietausgaben. Knapp ein Drittel (30,8 Prozent) nimmt für die vorzeitige Rente zudem Einschränkungen bei den Ausgaben in Kauf.

Ein gutes Viertel der Befragten (27,7 Prozent) will mindestens bis zum gesetzlichen Rentenalter berufstätig bleiben. Bei knapp 80 Prozent der Fälle spielen finanzielle Gründe eine Rolle. Fast die Hälfte dieser Gruppe (47,4 Prozent) hat allerdings auch schlicht Spaß am Arbeiten.

Für die Studie wurden 1.438 Menschen in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Der DVAG-nahe Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) hat das Diva im Jahr 2019 gegründet.

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