Investcon zieht Dubai-Fonds zurück

Das Emissionshaus Investcon, Germering, nimmt seine Beteiligungsofferte Dubai Opportunity Fund vom Markt und zahlt allen Anlegern, die sich bislang beteiligt haben, ihre Einlage inklusive des Agios vollständig zurück. Betroffen sind laut Investcon-Chef Dr. Peter Fey weniger als 50 Anleger, die bislang knapp eine Million Euro in den Fonds eingezahlt haben.

Grund für die Maßnahme sind die Ermittlungsverfahren, die seit kurzem gegen die gesamte Führungsriege der Akzenta AG, Neubeuern, geführt werden (cash-online berichtete). Die Akzenta AG ist über ihre 100-Prozent-Tochter Partnerbeteiligungsgesellschaft zu 50 Prozent an Investcon beteiligt und fungiert im Dubai Opportunity Fund als Platzierungsgarantin bis zu einer Summe von zehn Millionen Euro. Die Verbindung zwischen Akzenta und Investcon war bereits vor Bekanntwerden der aktuellen staatsanwaltlichen Ermittlungen von einzelnen Medien moniert worden.

?Wir lassen uns durch die unseres Erachtens überzogenen Angriffe auf unseren Fonds wegen des Platzierungsgaranten nicht entmutigen?, schreibt Investcon in einer Mitteilung. ?Ein Relaunch des Dubai Opportunity Fund ist in Vorbereitung.?

Nach Angaben von Investcon ist der Fonds in seiner bisherigen Form unter diesen Bedingungen jedoch unverkäuflich. Der Fonds soll daher im Herbst in veränderter Form erneut auf den Markt gebracht werden. Geplant ist etwa, die Akzenta als Platzierungsgarantin aus dem Konzept zu streichen. Auch die Beteiligung der Akzenta an Investcon soll aufgelöst werden. Die 50 Prozent der Anteile will ? ebenso wie weitere 24 Prozent, die bislang von der Gesellschaft Centurex gehalten wurden ? Unternehmenschef Fey übernehmen. Fey wäre dann alleiniger Gesellschafter der Investcon.

Der Fonds wird in seiner neuen Form laut Fey über keine Platzierungsgarantie verfügen. Darüber hinaus soll in Sachen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) eine andere Regelung als bisher ins Fondskonzept aufgenommen werden. Das ist nötig, da das Bundesfinanzministerium im Frühjahr bekannt gegeben hat, das DBA mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, welches im Sommer ausläuft, nicht verlängern zu wollen. Wie ein zu erwartendes neues DBA zwischen beiden Ländern aussehen wird, ist gegenwärtig noch offen.

Geplant ist auch, die Laufzeit des Fonds von bislang im Schnitt 8,5 Jahren auf fünf Jahre zu verkürzen. Schließlich sollen mit einigen Immobilien-Developpern in Dubai Vorab-Vereinbarungen getroffen werden. Um den Blindpool-Charkter des Fonds abzuschwächen, sollen die Unternehmen sodann im Prospekt bereits als Partner vorgestellt werden. Gleichzeitig soll die Rolle des bisherigen Hauptpartners vor Ort, der Dubai Penthouse & Real Estate (DPRE), im Fondskonzept neutralisiert werden.

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