Schiffsfonds: Ziele fast erreicht

Schiffsfonds haben bisher im Schnitt rund 95 Prozent der prognostizierten Einnahmeüberschüsse eingefahren und damit das zentrale Ziel fast erreicht. Das berichtet das Kapitalanlage-Magazin Cash. in seiner aktuellen Ausgabe auf Basis der Auswertung von fast 1.500 Schiffsfonds aus den Leistungsbilanzen nahezu aller marktrelevanten Anbieter.

Der Schnitt der Initiatoren, in den alle Häuser unabhängig vom platzierten Fondsvolumen mit dem gleichen Gewicht eingingen, liegt noch näher an der Zielmarke: Sie erreichten im Schnitt 97,3 Prozent der Planwerte. Dabei sind die Unterschiede beträchtlich: Spitzenreiter ist die Norddeutsche Vermögen, Hamburg, deren Schiffe bis Ende 2004 insgesamt 112,7 Prozent der geplanten Überschüsse einfuhren. Die noch laufenden Fonds der ebenfalls in der Hansestadt ansässigen Castor Kapital GmbH & Co. KG erreichten hingegen nur 58 Prozent.

Die erwirtschafteten Einnahmeüberschüsse sind das zentrale Erfolgskriterium für Schiffsfonds, weil daraus Ausschüttungen, Tilgungen und Liquiditätsreserven finanziert werden können. Weniger aussagekräftig sind die Ausschüttungen allein.

In dieser Hinsicht ist die Branche weniger erfolgreich: In der Summe über alle Fonds belaufen sich die Ausschüttungen an die Anleger nur auf 75,6 Prozent der Planwerte, fast die Hälfte der Fonds verfehlt das Ausschüttungs-Ziel. Grund: Bei erfolgreichen Fonds werden höhere Überschüsse als geplant primär für Sondertilgungen verwendet, geringere Einnahmen gehen hingegen in voller Höhe zu Lasten der Ausschüttungen, da Zins und Tilgung vorrangig mit fixen Beträgen zu bedienen sind.

Die Zahlen stammen aus dem in den nächsten Tagen erscheinenden DFI-Special ?Schiffsfonds-Performance ? 23 Initiatoren im Vergleich?, das vom Deutschen Finanzdienstleistungs-Informationszentrum (DFI), Hamburg, herausgegeben wird und das Cash. vorab exklusiv vorlag.

Das DFI, das wie Cash. zur cash.medien AG gehört, vergleicht und kommentiert in dem 100-seitigen Special nicht nur die Soll-Ist-Vergleiche der Überschüsse und Ausschüttungen, sondern auch die Liquiditätsreserven, die Tilgungen und die Exits (Ergebnisse bereits aufgelöster Fonds). Daneben vergleicht der Autor Stefan Löwer erstmals die Ergebnisse der DFI-Leistungsbilanz-Analysen zu Schiffsfonds-Initiatoren direkt miteinander.

Das Special kostet 79 Euro (inklusive Umsatzsteuer und Versand Inland). Weitere Informationen unter dfi-Report.

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