Anzeige
6. November 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vif-Medienfonds: Commerzbank haftet

Das Landgericht München I hat die Commerzbank AG, Frankfurt/Main, verurteilt, der Ehefrau eines Anlegers des Vif-Medienfonds 3 rund 100.000 Euro Schadenersatz zu leisten (Az: 28 O 468/06).

Die Bank hatte den Anleger nach Ansicht der Richterin nicht ausreichend über die Risiken des Fonds, bei dem die Anleger fast die gesamte Einlage verloren haben, informiert. Streitpunkt ist vor allem, dass der Prospekt durch den geplanten Abschluss einer Erlösausfallversicherung ein maximales Verlustrisiko von etwa 20 Prozent der Einlage suggerierte. Eine solche Versicherung war jedoch nie abgeschlossen worden.

Selbst der Commerzbank-Berater, der den Fonds seinerzeit vermittelt hatte und der als Zeuge vernommen wurde, hatte den Prospekt nicht richtig verstanden und war von einem begrenzten Verlustrisiko ausgegangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Freigesprochen von der Haftung wurde hingegen ? wie bereits in verschiedenen Urteilen des Oberlandesgerichts München – die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH, München. Sie hatte bei dem Fonds als Prospektprüfer und Mittelverwendungskontrolleur fungiert. Der Prospekt sei einwandfrei, und als Kontrolleur habe sich Deloitte vertragsgerecht verhalten, so die Urteilsbegründung. Darüber hinausgehende Pflichten habe Deloitte nicht gehabt.

Gegen diesen Teil des Urteils werde die Klägerin Berufung einlegen, so Rechtsanwältin Katja Fohrer von der Münchener Kanzlei Mattil & Kollegen gegenüber cash-online. Sie weist auch darauf hin, dass vor dem Bundesgerichtshof (BGH) zahlreiche Parallelverfahren anhängig seien, die sich auch gegen Deloitte wegen fehlerhafter Prospektprüfung richten. Mit einer Entscheidung des BGH sei noch in diesem Herbst zu rechnen.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Die Kälte kommt – so vermeiden Sie Frostschäden

Bislang waren der Norden und Westen Deutschlands von Schnee und Eis verschont. Doch nun droht auch hier eine frostige Phase. Für Hausbesitzer und Mieter heißt es obacht. Denn wenn Wasser in Heizungs- oder Trinkwasserleitungen gefriert, können die Rohre platzen. Urteile zeigen, wer nicht aufpasst, bleibt auf den Frostschäden sitzen. Doch selbst gefrorene Leitungen lassen sich auftauen.

mehr ...

Immobilien

Immobilienmarkt Kitzbühel: Spitzenpreise bei 30 Millionen Euro

Kitzbühel zählt zu einem der weltweit bekanntesten und exklusivsten Skiorte. Die österreichische Wintersportstadt in der Nähe der Metropolregion München ist ein attraktiver Immobilienstandort. Deshalb bleibt die Nachfrage nach Ferienobjekten und Zweitwohnsitzen in der Kitzbüheler Region ungebrochen hoch.

mehr ...

Investmentfonds

Mit Tools gegen Anlagefehler

Wer emotional ist, trifft schlechte Entscheidungen, das ist bekannt. Dennoch investieren Frauen besser. Welche häufigen Anlagefehler Investoren machen und ob und wie sich vermeiden lassen, darüber haben Vertreter aus Wissenschaft und Praxis gestern in Frankfurt diskutiert. Cash. war dabei.

mehr ...

Berater

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kapital in zehn Jahren fast verfünffacht

Die Paribus-Gruppe hat die Fondsimmobilie des SCM Capital GmbH & Co. KG Renditefonds V – Hamburg Wohnen sowie abgespaltene Grundstücksteile verkauft. Der Gesamtrückfluss an die Fondsanleger ist beachtlich.

mehr ...

Recht

Riester-Urteil: Förderung trotz Sonderurlaub?

Wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil klarstellt, steht und fällt die staatliche Förderung der Riesterrente mit Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung – entweder den eigenen oder denen des Ehepartners.

mehr ...