Anzeige
24. August 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Medienfonds droht Steuer-Gau

Die Münchener Finanzbehörden haben die Bearbeitung sämtlicher Medienfonds auf Eis gelegt und stellen die Anerkennung der steuerlichen Konzepte in Frage. Das geht aus einem Schreiben des Finanzamts München III hervor, das von dem Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V., Berlin, verbreitet wurde.

Danach ?können Feststellungsbescheide betreffend Medienfonds derzeit nicht bearbeitet werden?. Insbesondere ?die steuerliche Behandlung der festen Lizenzzahlungen (laufende fixe und fixe Mindestabschlusszahlung) bei Medienfonds mit sog. Defeasance-Struktur? müsse auf Ebene der Referatsleiter des Bundes und der Länder noch geklärt werden. Mit einer Entscheidung könne nicht vor Herbst gerechnet werden.

Solche Medienfonds sahen in der Regel sehr hohe Steuervorteile durch Verlustzuweisungen und nur geringe wirtschaftliche Überschüsse durch weitgehend abgesicherte Zahlungen vor. Sollte die Finanzverwaltung sich in der offenbar angestrebten bundeseinheitlichen Regelung gegen die Anerkennung dieser Konzepte entscheiden, drohen den Anlegern hohe Steuernachzahlungen. Aus dem Schneider sind nur jene Fonds, die bereits bestandskräftige Betriebsprüfungen hinter sich gebracht haben.

Fonds mit ?Defeasance-Struktur? wurden überwiegend von Banken und banknahen Initiatoren aufgelegt. Dazu zählt die KGAL, Grünwald bei München, und deren Tochter Alcas, bei der laut Leistungsbilanz Ende 2005 fünf Leasing- und drei operative Medienfonds mit einem Volumen von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro noch nicht betriebsgeprüft waren.

Für KGAL-Sprecherin Claudia Rosenberger ist das Vorgehen der Finanzverwaltung “unverständlich”. Sie betont, dass alle Medienfonds von KGAL/Alcas im Einklang mit der bei Prospekterstellung geltenden Rechtslage und Verwaltungspraxis gestanden hätten. ?Dies wurde in der Vergangenheit auch durch die Finanzverwaltung selbst bestätigt, da vergleichbare Medienfonds von KGAL/Alcas bereits bis einschließlich 2001 endgültig veranlagt sind?, so die Sprecherin weiter. (sl)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...