24. Juli 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

FHH bietet Containerschiff-Anlegern Sanierungskonzept an

Der Hamburger Initiator Fondshaus Hamburg (FHH) hat ein Betriebsfortführungskonzept entwickelt, das unter Beteiligung der Anleger die laufenden Containerschiffsfonds sicher durch die Krise steuern soll. Die Premiere ist anlässlich der Gesellschafterversammlung am 23. Juli zum Schiffsfonds Nr. 29 aus dem Jahr 2005, der in zwei Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von jeweils 1.100 TEU investiert, geglückt: Anleger und Banken spielten mit.

Das Sanierungskonzept soll die Fondsgesellschaft in die Lage versetzen, Liquiditätsengpässe während der Laufzeit auszugleichen, die durch gesunkene oder fehlende Chartereinnahmen entstehen können. Dafür müssten die Anleger zwischen sechs und 23 Prozent des Eigenkapitals nachschießen ? je nach derzeitiger und prognostizierter Finanzlage der Fondsgesellschaft. Auch die schiffsfinanzierenden Banken sollen ins Boot geholt werden und zumindest Tilgungsaussetzungen gewähren. Ziel sei es, im schlimmsten Fall Notverkäufe zu verhindern, die zumeist ohnehin lediglich die Rückführung des Schiffshypothekendarlehens ermöglichen würden. Angesichts der aktuell niedrigen Marktpreise sei es nicht auszuschließen, dass die Anleger bei einem Verkauf des Schiffes ihre Einlage verlieren oder bereits erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen müssten, sofern der Veräußerungserlös nicht zur Deckung der bestehenden Verbindlichkeiten ausreiche. So sieht es die Vorschrift des Paragraf 172 Abs. 4 HGB vor.

Aktuell betroffen sind die Fondgesellschaften Nr.21, 22, 24 und 29 ? bis zum Jahresende geht die FHH-Geschäftsführung außerdem von einem Bedarf bei den Offerten Nr. 16, 17 und 19 aus.

Das erste der genannten Beteiligungsangebote scheint jedoch bereits gesichert:?Im Fall des Fonds Nr. 29 haben sich 99,15 Prozent der Anleger dafür ausgesprochen, das von uns entwickelte Sanierungskozept anzuwenden. Darüber hinaus hat ein Teil der Anleger zugesagt, den erforderlichen Finanzbedarf in Höhe von sechs Prozent des Eigenkapitals oder 1,3 Millionen US-Dollar bereit zu stellen. Die Bereitschaft ging übrigens noch weit darüber hinaus, so dass wir 8,47 Prozent erreicht haben. Ferner hat sich die Bank kooperativ gezeigt und zugesagt, dass dieses Anlegerkapital im Fall des Exits vorrangig bedient werden kann?, sagt Jens Brandis, Geschäftsführer für den Schiffsbereich bei Fondshaus Hamburg und betont, dass jeder Anleger frei entscheiden konnte, ob und in welcher Höhe er sich beteiligen möchte. Im Gegenzug würden diese nachträglichen Einlagen vorrangig gegenüber Altanlegern behandelt, indem ihnen zehn Prozent jährlich zugeführt und diese ferner mit einer Bonuszahlung von 50 Prozent beim Exit im Jahr 2015 bedacht werden. ?Wir gehen in der Kalkulation des Sanierungsprogramms davon aus, dass sich die Charterraten von den aktuellen Tiefstständen im Laufe des Jahres 2010 erholen und ab 2011 wieder ein Niveau erreichen werden, mit dem neben den Betriebskosten und auch die Zinsen beglichen werden können und ab dem Jahr 2012 zusätzlich getilgt werden kann?, so Brandis weiter.

Bis zum Ende des Jahres will der Initiator für die anderen genannten Fonds entsprechende Gesellschafterversammlungen abhalten. (af)

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Carsten Maschmeyer: „Wir wollen, dass der Siegeszug dieser digitalen Erfolgsgeschichte weitergeht“

Der Unternehmer und Ex-AWD-Vorstandsvorsitzender Carsten Maschmeyer ist mit der von ihm gegründeten Venture-Capital-Firma Alstin Capital bei Neodigital eingestiegen. Mit ihm als Partner will sich der digitale Sachversicherer und Dienstleister deutlich breiter aufstellen. Cash.-Redakteur Jörg Droste traf Carsten Maschmeyer und Neodigitalvorstand Stephen Voss und sprach mit ihnen über den Einstieg, ihre Pläne und die Folgen der Coronapandemie für die digitale Transformation und deutschen Versicherungsmarkt.  

mehr ...

Immobilien

Erneuerbare-Energien-Investments statt Immobilien

Die Rendite-Risiko-Schere zwischen Investments in Erneuerbare Energien und Immobilien öffnet sich. „Beide Anlageklassen sind vor allem für institutionelle Investoren eine Alternative zueinander“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Während beide ungefähr die gleiche Rendite erwarten lassen, steigt das Risiko bei Immobilien derzeit steil an.“

mehr ...

Investmentfonds

Die Halver-Kolumne: US-Wahl – So viel mehr als nur eine normale Wahl

Der politische Höhepunkt 2020 steht kurz bevor und die Börsen sind nervös. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der US-Präsidentschaftskandidaten kann man getrost von einer Richtungswahl sprechen. Besonders spannend sind die Fragen, ob bzw. wann es einen Sieger gibt, ein knappes Ergebnis überhaupt akzeptiert oder sogar als Wahlbetrug bezeichnet wird. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Alexander Schlichting wird Vorstands-Chef der Project Beteiligungen AG

Der Aufsichtsrat der Project Beteiligungen AG hat Alexander Schlichting (45) mit Wirkung zum 26. Oktober 2020 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Ottmar Heinen ist “infolge divergierender Ansichten” ausgeschieden. Gleichzeitig verstärkt sich die für den Publikumsvertrieb verantwortliche Project Vermittlungs GmbH mit Christian Grall (34) als weiterem Geschäftsführer.

mehr ...

Sachwertanlagen

Isaria verkauft zwei Wohnanlagen in München an DWS-Spezialfonds

Die Münchner Isaria hat insgesamt 219 Wohnungen für 119,2 Millionen Euro an den Vermögensverwalter DWS für einen institutionellen Spezialfonds veräußert. Das Projekt wird die mittlerweile zur Deutschen Wohnen gehörende Isaria München Projektentwicklungs GmbH im Auftrag der Isaria Wohnbau AG schlüsselfertig erstellen.

mehr ...

Recht

Neue Corona-Maßnahmen: Lockdown 2.0 

Die Bundesländer haben sich einheitlich auf schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verständigt. Die beschlossene Light-Variante des Lockdowns – bekannt aus dem Frühjahr – soll bereits ab kommendem Montag in Kraft treten und zunächst bis Ende des Monats gelten. In zwei Wochen werden die Maßnahmen in einer nächsten Bund-Länder-Runde überprüft und bei Bedarf angepasst. Schulen und Kitas bleiben geöffnet. Die Arag hat die neuen Regeln im zusammengefasst.

mehr ...