Hanse Capital bringt Geierfonds für Schiffe

Die Hanse Capital Emissionshaus GmbH (HC), Ammersbek, hat die Emission eines Fonds gestartet, der Schiffe aus ?Sondersituationen?, also Insolvenzen und anderen Notlagen, erwerben soll und hält bei der Bezeichnung nicht mit dem (erhofften) Charakter des Fonds hinterm Berg: Er heißt HC ?Krisen-Gewinner?. Aus der Private-Equity-Branche sind solche Konzepte auch als ?Geierfonds? bekannt.

?Die Schiffspreise haben sich in vielen Segmenten um bis zu 50 Prozent und mehr reduziert?, so HC-Chef Burkhard Tesdorpf in einer Vorankündigung. Er setzt auf den Kauf ?zu krisenbedingt extrem günstigen Preisen?. Die besten Chancen bestünden derzeit im Segment der kleineren oder mittleren Massengutfrachter (Bulker). Eventuell könne ?zu einem deutlich späteren Zeitpunkt auch das Container-Feeder-Segment ins Visier? genommen werden, so Tesdorpf weiter.

Die Vorgehensweise ermögliche Nettorenditen von 20 Prozent pro Jahr bei überschaubaren Risiken. ?Wir wissen, dass solche Zahlen fast unseriös klingen?, räumt Tesdorpf ein. Sie entsprächen aber der Realität und seien in der Vergangenheit bereits mit anderen Projekten realisiert worden. Der Initiator und eng verbundene Personen würden sich daher an jeder Investition mit fünf bis zehn Prozent selbst beteiligen.

Das geplante Kommanditkapital des Fonds beträgt 15 bis 30 Millionen Euro. Die Mindestbeteiligung beläuft sich auf 15.000 Euro plus Agio. Konkrete Investitionen wurden noch nicht vorgenommen. (sl)

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