HHS: Zweiter getaufter Spezialtanker in den Startlöchern

Die Papenburger Meyer Werft und ihr Schwesterunternehmen Neptun, Rostock, haben das Spezialtankschiff MT „Gaschem Pacific“ an den Schiffsfondsinitiator Hansa Hamburg Shipping (HHS) übergeben. Wie das Schwesterschiff MT „Gaschem Nordsee“ soll der LPG (Liquefied Petroleum Gas)/Ethylen-Tanker Anlegern über einen geschlossenen Fonds zur Beteiligung angeboten und von Harpain Reederei betrieben werden.

Das MT „Gaschem Pacific“ verfügt über drei Ladetanks, in denen mehr als 17.000 Kubikmeter Flüssiggas aufgenommen werden können. Aufgrund seiner speziellen Pumpensysteme und modernen Kühlanlagen könnten Ammoniak kann bis auf minus 33°Celsius gekühlt werden, LPG bis auf minus 48°Celsius, Ethylen sogar auf bis zu 104°Celsius unter Null gekühlt werden. Diese und andere transportierbare Stoffe werden von der Industrie zur Herstellung von Verpackungen, Baumaterialen, Fahrzeugarmaturen und Autoreifen, Kunstfasern oder Haushaltsgeräten, Spielzeug und Elektroartikeln. Das Schiff hat eine Länge von 155,64 Metern über alles und eine Breite von 22,70 Metern, erreicht eine Geschwindigkeit von 17,8 Knoten und soll in einem Einnahmepool eingesetzt werden.

Markus Brückner, Geschäftsführer bei Hansa Hamburg Shipping: „Wir bekennen uns klar zum maritimen Standort Deutschland und wollen auch dieses Schiff, wie den Vorgängerbau und die beiden noch kommenden Tanker, unter deutscher Flagge betreiben. Außerdem sind diese Schiffe, die sich mit ihren Charterraten auf einem erfreulichen Niveau bewegen, ein guter Hinweis darauf, dass die Seeschifffahrt neben Containerschiffen oder Rohöltankern auch andere, kleinere Segmente kennt. Das MT „Gaschem Pacific“ soll jetzt an den erfolgreichen Start des ersten Schwesterschiffs, des MT „Gaschem Nordsee“ anknüpfen. Schon auf der ersten Fahrt war die Charterrate höher als wir ursprünglich gehofft hatten.“Derzeit arbeiten die HHS-Mitarbeiter an der Konzeption eines Publikumsfonds, der noch im Herbst dieses Jahres in den Vertrieb gehen soll. (af)

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