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20. November 2009, 16:34
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Strafanzeige gegen Deutsche Bank: Streit um Kompass-Life-Fonds geht in die nächste Runde

Die Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Bank und Anlegern der beiden Lebensversicherungszweitmarktfonds Kompass Life I und II erreicht eine neue Qualität: Der Hamburger Rechtsanwalt Gerhard Strate hat im Auftrag eines Investors Strafanzeige wegen Untreue und Betrug gegen das Geldhaus eingereicht.

Zweite-runde-127x150 in Strafanzeige gegen Deutsche Bank: Streit um Kompass-Life-Fonds geht in die nächste RundeDer Anwalt wirft der Fondsemittentin vor, sträflicherweise dieselben Risikolebensversicherungen in beide Fonds-Portfolios gebucht zu haben. Zudem habe die Deutsche Bank Anlegern verschwiegen, dass ein Großteil der Policen erst im Jahr 2015 fällig werde – also nach Ende der Fondslaufzeit.

Ein Sprecher der Bank erklärte gegenüber cash-online: „Die Portfoliokonstruktion ist prospektgemäß erfolgt. Die Strafanzeige liegt uns vor, die Vorwürfe wurden geprüft und für haltlos befunden.“ Man arbeite mit der Staatsanwaltschaft zusammen und stelle sämtliche zur Klärung des Sachverhalts relevanten Unterlagen zur Verfügung, so der Sprecher weiter.

Hintergrund: 2004 und 2005 flossen insgesamt 553 Millionen Euro in die beiden US-Zweitmarkt-Policenfonds der Deutschen Bank. Die Produkte investieren über Swaps in Risikolebensversicherungen von US-Bürgern. Da die demografische Entwicklung in den USA in den vergangenen Jahren allerdings nicht so verlief, wie vom Fondsmanagement kalkuliert, blieben die Ausschüttungen aus. Aufgebrachte Anleger warfen der Deutschen Bank daraufhin vor, bei Fondskonzept und Portfolioaufbau getäuscht zu haben.

Ende Oktober reagierte das Bankhaus dann mit einem Vergleich. Das Institut bot den Investoren 80 Prozent der Einlage und optional ein festverzinsliches Modell, mit dem die prospektierte IRR-Rendite bis zum Laufzeitende wieder eingespielt werden soll.

Bis zum 27. November können die Investoren sich noch überlegen, wie sie reagieren. Vorher macht die Deutsche Bank keine Angaben zur Resonanz auf das Vergleichsangebot. (hb)

Hier geht es zur Hintergrund-Story zum Thema.

Foto: Shutterstock

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