19. Januar 2010, 12:33
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Fondsbörse Deutschland zieht Zweitmarktbilanz 2009

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg, hat eigenen Angaben zufolge im Jahr 2009 rund 84 Millionen Euro (2008: 107 Millionen Euro) mit dem Handel von Anteilen geschlossener Fonds umgesetzt. Auch die erzielten Durchschnittskurse sind in allen Marktsegmenten gesunken.

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Obgleich das Unternehmen seinen Marktanteil im Zweitmarkthandel ausbauen konnte, sei das Vorjahresergebnis aufgrund des schwierigen Marktumfelds erwartungsgemäß nicht zu halten gewesen.

Anders als in den Jahren zuvor hatten Schiffsbeteiligungen in 2009 den größten Anteil des Umsatzes am Zweitmarkt der von den Börsen Hamburg, Hannover und München betriebenen Handelsplattform. Mit rund 40 Millionen machten sie 48 Prozent des gesamten Handelsvolumens aus und lagen damit knapp vor Immobilienfonds mit rund 45 Prozent (38 Millionen Euro). Im Vorjahr lag die Umsatzverteilung bei 81,6 Prozent (rund 88 Millionen) für Immobilien und 16,4 Prozent (17,7 Millionen) für Schiffsbeteiligungen. Sonstige Fonds machten einen Sprung von rund zwei Millionen Euro in 2008 auf 5,5 Millionen Euro in 2009.

Die Durchschnittskurse sind über die Grenzen der Marktsegmente abgesackt, vor allem aber im Bereich der Schiffsbeteiligungen: Sie fielen von 96 Prozent im Jahr 2008 auf rund 68 Prozent in 2009.

„Die Schwierigkeiten auf den Schiffsmärkten gehen natürlich auch am Zweitmarkt nicht spurlos vorbei. Die Kurse sind zum Teil um mehr als die Hälfte eingebrochen“, so Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland. Den höchsten Handelskurs erzielte ein Anteil am Fonds MS Arnold Schulte von HCI Capital, der zu 110 Prozent der Nominalsumme gehandelt wurde.

Im Bereich der Immobilien gingen die Durchschnittskurse von 72 Prozent in 2008 auf 49 Prozent in 2009 zurück. Die Bandbreite der Kurse war in diesem Segment besonders groß. So gab es Fonds, für die Verkäufer nur noch ein Prozent der einst angelegten Nominalsumme erhielten. Andererseits wurden zahlreiche Fonds zu mehr als 100 Prozent der Nominalbeteiligung gehandelt, insbesondere bei Fonds, die in Einkaufszentren investieren und sich wie im vergangenen Jahr besonderer Beliebtheit erfreuten.

Wie der Zweitmarkthändler weiter mitteilt, konnten im vergangenen Jahr rund rund 80 neue Vertriebspartner gewonnen werden, darunter 45 Sparkassen. „Aus den Reihen der Emissionshäuser haben wir unter anderem die Deutsche Fondsholding als neuen Kooperationspartner gewinnen können, der seinen Zweitmarkt komplett über uns abwickelt“, sagt Gadeberg. (af)

Foto: Shutterstock

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