(Nur) Noch ein hartes Jahr für die Schifffahrtsbranche

Schiffsinvestoren und Reedereien müssen sich auf ein weiteres schwieriges Jahr einstellen. Auf dem Podium des diesjährigen Hansa-Forums kündigten Vertreter von schiffsfinanzierenden Banken an, Zwangsverkäufe vermeiden zu wollen. Offen blieb die Frage, ob das KG-Modell nun tot oder lebendig ist und welche Alternativen bestehen.

Hansa_Forum

 

Mehr als 800 Vertreter von Emissionshäusern, Finanzvertrieben, Reedereien,  Banken und der Presse strömten zum diesjährigen Hansa-Forum in das Hamburger Elysée-Hotel, das zum vierzehnten Mal unter Leitung des Branchenexperten Jürgen Dobert stattfand.

Zum dritten Mal in Folge waren die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftkrise das dominierende Element der Themen auf dem Kongress: Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Roland Berger befinden sich rund 29 Prozent des Schiffskreditvolumens der deutschen Banken wegen Liquiditäts- und Eigenkapitalnöten der Kreditnehmer in einer Sanierungssituation.

„Das heißt aber nicht, dass wir die Schiffe verkaufen wollen. Wir wollen die Probleme lösen“, sagte Werner Weimann, Vorstandssprecher der Deutschen Schiffsbank. Aus seiner Sicht sind die Wertberichtigungen, die die Institute in Folge der Wirtschafts- und Schifffahrtskrise vornehmen mussten, noch erträglich, „wenn es keinen erneuten Rückschlag gibt.“

Bei Reedern und Kommanditisten von Schiffsfonds geht die Angst um, dass die Banken bald verstärkt Zwangsverwertungen vornehmen könnten. Denn durch den Wiederanstieg der Schiffswerte, die als Kreditsicherheit dienen, bietet sich den Instituten die Chance zu einem verlustfreien Ausstieg aus dem Geschäft.

Seite 2: Schiffsfinanzierer werben um Vertrauen

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