Schifffahrt: Hansa Treuhand bringt Sanierungsfonds

Nach mehreren anderen Emissionshäusern plant auch die Hansa Treuhand, Hamburg, die Emission eines Fonds, der in Betriebsfortführungskonzepte zur Sanierung von Schiffsfonds investieren soll. Der Initiator sieht Signale einer Markterholung.

Hermann Ebel, Hansa Treuhand
Hermann Ebel, Hansa Treuhand

Im Fokus des auf 20 Millionen Euro Eigenkapital ausgelegten HT-Schiff Invest plus stehen hauptsächlich die Konzepte zur Stabilisierung der hauseigenen Fonds, aber auch die Beteiligung an Kapitalmaßnahmen bei Schiffsgesellschaften anderer Initiatoren. Der Vertriebsstart sei für Sommer oder Spätsommer geplant, sagte Vorstand Sönke Fanslow bei einer Veranstaltung des Unternehmens in Hamburg.

Derweil mehren sich die Anzeichen, dass der Chartermarkt für Containerschiffe seine Talsohle nachhaltig durchschritten hat. Das Ladungsaufkommen sei seit Dezember 2009 – untypisch für diese Jahreszeit – kontinuierlich gewachsen, berichtete der Vorstandsvorsitzende Hermann Ebel. Der Charterratenindex sei seitdem – ausgehend von einem historisch niedrigen Niveau – bereits um 28 Prozent gestiegen.

Die Zahl der Schiffe ohne Beschäftigung („Auflieger“) sei von 580 im Januar auf aktuell 381 Frachter zurückgegangen. Bezogen auf die Kapazität an Stellplätzen (TEU) entspreche das einem Rückgang von 42 Prozent, da zunächst vor allem größere Schiffe vom Markt absorbiert worden seien, so Ebel. Die aufliegende Tonnage war schon im Jahresverlauf 2009 nicht wesentlich gewachsen. „Das bedeutet, dass alle neu abgelieferten Schiffe vom Markt aufgenommen wurden“, betonte Ebel.

Seite 2: Preise für gebrauchte Containerfrachter ziehen deutlich an

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