19. März 2010, 16:18
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Sechs D.F.I.-Sterne für Hansa-Treuhand-Leistungsbilanz

Das Hamburger Analysehaus D.F.I. hat die Leistungsbilanz des Emissionshauses Hansa Treuhand für das Jahr 2008 untersucht. Das D.F.I. vergab das Gesamturteil „ausgezeichnet“ (sechs Sterne) – diese Bestnote hat bislang noch kein anderer Initiator erhalten. Dieselbe Bewertung gab es für die Ergebnisse der laufenden Fonds.

Containerschiff1-128x150 in Sechs D.F.I.-Sterne für Hansa-Treuhand-LeistungsbilanzSeit der Unternehmensgründung 1983 habe die Hansa Treuhand Gruppe kontinuierliches Wachstum verzeichnet und sich so zu einem der größten und erfahrensten Anbieter geschlossener Schiffsfonds auf dem deutschen Markt entwickelt, so das D.F.I. Mehr als 100 Schiffe habe das Emissionshaus inzwischen finanziert, das Gesamtinvestitionsvolumen liege bei knapp 3,8 Millionen Euro.

Die Leistungsbilanz der Hansa Treuhand sei gemessen am D.F.I.-Leistungsbilanz-Fragenkatalog nahezu vollständig und zudem 2008 um wichtige Angaben ergänzt worden. Die Analysten kritisieren allerdings das Fehlen eines Soll-Ist-Vergleichs der Liquiditätsreserven.

Die Investitionsphasen der einzelnen Fondsgesellschaften verliefen laut D.F.I. überwiegend plangemäß. 25 in der Leistungsbilanz aufgeführte Fonds schafften es während der Laufzeit, sehr gute, „zum Teil beachtliche“ Ergebnisse für Anleger auszuweisen, heißt es in der Analyse. Obwohl einige der laufenden Beteiligungen die Planwerte nicht vollständig erreichten, erwirtschafteten die Fonds in der Gesamtsumme per Ende 2008 Einnahmeüberschüsse, die um knapp vier Prozent über den Prospektannahmen lagen. Darüber hinaus haben alle 19 Schiffsgesellschaften, deren Prognosen schon abgelaufen sind, das Anlegerkapital nach Steuern bereits zurückgeführt und darüber hinaus Überschüsse erzielt.

Die Analysten loben zudem, dass Mehrerlöse und Wechselkursentwicklungen frühzeitig genutzt wurden, um die Schiffshypothekendarlehen zurückzuführen und Sondertilgungen vorzunehmen. So habe die Voraustilgung der fahrenden Flotte Ende 2008 rund 1,5 Jahre betragen und fast die Hälfte der Fonds sei bereits vollständig entschuldet. Allerdings lägen die Ausschüttungen lediglich bei knapp 90 Prozent der Prospektprognosen. Insgesamt bewertet das D.F.I. die Leistungsbilanz vor dem Hintergrund der deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse im Berichtsjahr nach wie vor mit „ausgezeichnet“.

Das zur Cash.-Medien AG gehörende Deutsche Finanzdienstleistungs-Informationszentrum (D.F.I.) ist Spezialist für die Analyse der Leistungsbilanzen von Initiatoren. Der D.F.I.-Fragenkatalog gilt als Standard in der Branche. Die D.F.I.-Analyse bewertet die Kriterien Emissionserfahrung, Vollständigkeit der Leistungsbilanz, Investitionen und Exits sowie Zielerreichung der Fonds. (hb)

Foto: Shutterstock

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