Anzeige
Anzeige
14. April 2010, 14:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

SRQ fordert mehr Transparenz von Initiatoren

Der Berliner Vermögensverwalter SRQ Finanzpartner will während der Laufzeit geschlossener Fonds mehr Informationen von den Emittenten. Die Tochter der Direktbank DAB fordert für ihre Berater im Halbjahrestakt ein Kurzreporting zur Entwicklung laufender Beteiligungen von den Initiatoren. Produktgeber, die sich weigern, schaffen es künftig nicht mehr auf die Empfehlungsliste des Vertriebs.

SRQ-Chef Claus Quahl begründet die Initiative: „Wir haben eine Diskrepanz zwischen der Zeit vor dem Erwerb einer Beteiligung und der anschließenden Investitionsphase ausgemacht“. Zwar würden sich unternehmerische Beteiligungen dadurch auszeichnen und von anderen Anlagen abheben, dass im Emissionsprospekt sämtliche Kosten und Risiken in detaillierter Form aufgeführt werden.

Verbesserungsbedarf bestehe allerdings in der Haltephase, meint Quahl. So wisse der SRQ-Vorstand aus zahlreichen Gesprächen mit Finanzberatern, dass diese bei Kunden mit umfangreichem Beteiligungsportfolio, große Mühe bei der Aufbereitung der erforderlichen Informationen haben. Der Grund: Zu vielen Fonds liegt kein aktuelles Reporting vor.

„Meist haben die Berater nur den umfangreichen und unübersichtlichen Geschäftsbericht zur Verfügung. Ein Berater, der einen Kunden mit zehn oder mehr Beteiligungen betreut, steht damit vor einem nahezu nicht mehr zu bewältigenden Arbeitsaufwand“, führt Quahl weiter aus. Die Folge: Bei SRQ erwägen mittlerweile mehrere Berater allein aus diesem Grund, das Beteiligungsgeschäft zu reduzieren.

Da der Status quo auch für die Anleger unbefriedigend sei, fordert SRQ die Produktgeber im zu einem regelmäßigen, zeitnahen und übersichtlichen Reporting auf. Die halbjährlichen Berichte sollen die Entwicklung der Beteiligung in den zurückliegenden sechs Monaten beschreiben, eine aktualisierte Erwartung für die kommenden Monate liefern und einen Soll-Ist-Abgleich für die wichtigsten Prospektpositionen vornehmen. Dabei dürfe der Berichtsstichtag, so die SRQ-Forderung, nicht länger als drei Monate zurückliegen.

„Bei Vertragsabschluss geben sowohl das Emissionshaus als auch der Finanzvertrieb dem Kunden ein Qualitätsversprechen für die zukünftige Betreuung ab. Zu dessen Erfüllung müssen anschließend auch beide Seiten beitragen“, stellt Quahl fest. Daher mache SRQ die Verpflichtung der Initiatoren, ein solches Kurzreporting zu liefern, zu einem Kriterium für die Aufnahme eines neuen Produktes in die Empfehlungsliste für Beteiligungen. (hb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mark Förster, Cash.-Magazin erwähnt. Cash.-Magazin sagte: SRQ fordert mehr Transparenz von Initiatoren http://bit.ly/cOZa9b […]

    Pingback von Tweets die SRQ fordert mehr Transparenz von Initiatoren - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 14. April 2010 @ 14:35

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Exportdeckungen erreichen Rekordhoch

Angesichts wachsender wirtschaftlicher und politischer Risiken steigt die Nachfrage nach Kreditversicherungen in der deutschen Wirtschaft deutlich: Nach Hochrechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) decken die Kreditversicherer im Jahr 2018 Lieferungen im Wert von 424 Milliarden Euro, fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Einheitlicher Einbau von Rauchmeldern zulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Wohnungseigentümer bei Bestehen einer landesrechtlichen Pflicht den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern in allen Wohnungen auch dann wirksam beschließen können, wenn dadurch Wohnungen einbezogen werden, deren Eigentümer bereits Rauchmelder angebracht haben (Az.: V ZR 273/17).

mehr ...

Investmentfonds

Der Handelskrieg ist ein Stellvertreterkrieg

Im Kalten Krieg hatten die USA den Wettstreit um die Nr. 1 in der Welt gegen die Sowjetunion militärisch klar für sich entschieden. Der Kalte Krieg von damals ist heute zum heißen Wirtschafts-Krieg geworden. Nicht mehr nur von militärischer, sondern immer mehr von wirtschaftlicher Stärke hängt ab, wer das Zepter über die Welt schwingt. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Weihnachtsgeld: Wer es für was ausgibt

Knapp 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland dürfen sich in diesem Jahr über Weihnachtsgeld freuen. Wer es bekommt, gibt es in erster Linie für die Weihnachtseinkäufe aus, wie eine repräsentative Bevölkerungsbefragung im Auftrag der Creditplus Bank AG zeigt. Beliebt ist auch, das Geld zu sparen oder es für den Lebensunterhalt zu verwenden. Wer den Zusatzverdienst besonders schnell verprasst.

mehr ...

Sachwertanlagen

PRIIPs: Verbände begrüßen Verschiebung

Der Stichtag für die Anwendung der PRIIPs-Verordnung über Basisinformationsblätter für Wertpapierfonds und Alternative Investmentfonds (AIF) soll um zwei Jahre auf den 31. Dezember 2021 verschoben werden. Die Betroffenen begrüßen den Aufschub.

mehr ...

Recht

Vorweihnachtlicher Paket-Betrug: So shoppen Langfinger

Millionen Päckchen und Pakte sind in der Adventszeit unterwegs. Die Zusteller sind im Vorweihnachtssstress. Aber nicht alle Besteller in Online-Shops haben das Wohl der Mitmenschen im Sinn. Einige treibt kriminelle Energie. Rechtsexperten der Arag erläutern, was es mit dem Paket-Betrug auf sich hat.

mehr ...