DZAG beschließt 2010 mit Umsatzplus

Die Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG), Hamburg, hat eigenen Angaben zufolge im Jahr 2010 Fondsbeteiligungen mit einem Nominalwert von 48,47 Millionen Euro gehandelt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einer Umsatzsteigerung von 40,86 Prozent.

Björn Meschkat
Björn Meschkat

Der durchschnittliche Handelskurs stieg im Vergleichszeitraum um 20,19 Prozentpunkte auf 80,84 Prozent. „Die Kaufpreissteigerung am Zweitmarkt für geschlossene Fonds spiegelt die große Erwartungshaltung gegenüber der nationalen sowie globalen wirtschaftlichen Entwicklung wieder“, sagt DZAG-Vorstand Björn Meschkat. Für das Jahr 2011 rechnet er mit einer Fortsetzung der Erholung und weiter steigenden Handelskursen, die nicht zuletzt auf eine höhere Nachfrage von Privatinvestoren zurückzuführen sei. Im Jahr 2010 entfiel bereits mehr als die Hälfte der erworbenen Fondsanteile auf private Käufer. Das entspricht einer Steigerung gegenüber den Vorjahren 2009 (32,11 Prozent) und 2008 (12,4 Prozent).

Für das Jahr 2011 erwartet das Hamburger Handelshaus eine Weiterentwicklung des Marktes jenseits der etablierten Assetklassen Schiffe und Immobilien. „Investitionen in Infrastrukturprojekte oder im Segment der Erneuerbaren Energien rücken immer mehr in den Fokus der Anleger. Entsprechend wird sich auch der Handel mit Fondsanteilen dieser Assetklassen über kurz oder lang etablieren und deutlich zulegen“, prognostiziert Meschkat. Aber auch für den Schiffs- und Immobilienbereich ist der Ausblick positiv: Steigen die Handelskurse wie erwartet weiter an, wird ein Beteiligungsverkauf wieder attraktiver.  „Bleiben die Kurse mindestens auf dem derzeitigen Niveau, werden sich wieder mehr Verkäufer von ihren Beteiligungen trennen. Oft nutzen Anleger den Verkaufserlös, um in andere Beteiligungen zu investieren“, meint Meschkat.  Im vierten Quartal 2010 lag der durchschnittliche Handelskurs im Haus der DZAG bei 96,42 Prozent.

Erheblich zugelegt hat im Jahr 2010 der Handel mit Immobilienbeteiligungen. Diese konnten ihren Anteil am Gesamtumsatz mit 47,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (18,8 Prozent) mehr als verdoppeln. Trotz eines drastischen Rückgangs konnten sich Schiffsbeteiligungen als am häufigsten gehandelte Assetklasse behaupten und sicherten sich einen Anteil von 50,7 Prozent (Vorjahr 70,6 Prozent) am Gesamtumsatz 2010. Insbesondere die Nachfrage nach Anteilen an Sanierungsfällen sei gering gewesen, teilen die Hanseaten mit. (af)

Foto: DZAG

Der Themenbereich „Zweitmarkt“ ist auch Gegenstand von Panel 15 der Branchenveranstaltung VGF Summit 2011 die am 8. und 9. Februar 2011 im Congress Center Frankfurt am Main stattfindet.

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