Bundesnetzagentur registriert erneut Rekordzubau von Fotovoltaik-Anlagen

In 2011 wurden bundesweit Fotovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 7.500 MWp (Megawattpeak) neu installiert, 3.000 MWp davon allein im Dezember teilt die Berliner Bundesnetzagentur nach einer ersten Auswertung der gemeldeten Daten mit.

Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur
Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur

Sollten sich die vorläufigen Zahlen bestätigen, wäre das Ergebnis des bisherigen Rekordjahres 2010 übertroffen.

Auf der Basis der Meldungen ermittelt die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) regelmäßig die Degressions- und Vergütungssätze für neu in Betrieb gehende Fotovoltaik-Anlagen. Demnächst steht die Ermittlung der Fördersätze für solche Anlagen an, die ab dem 1. Juli 2012 in den Betrieb gehen sollen. Dafür wird die zwischen Oktober 2011 und April 2012 gemeldete Leistung von Solaranlagen herangezogen, die auf den Zeitraum eines Jahres hochzurechnen ist.

„Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Stichtagsmechanismus dazu beiträgt, den Zubau an Fotovoltaikanlagen kurz vor einer Förderkürzung deutlich zu verstärken. Dieser Effekt konterkariert das Ziel des Gesetzgebers, die Kosten der Förderung der Solarenergie wirksam zu begrenzen. Jedenfalls hat sich trotz der bisherigen Förderkürzungen der Zubau der Photovoltaik nicht verlangsamt, und es ist auch sehr wahrscheinlich, dass wir im Juni 2012 trotz weiterer Förderkürzung wieder einen ähnlichen Zubauboom haben werden wie jetzt im Dezember“ sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

„Einer der Gründe dürfte sein, dass die Preise für die Anlagen schneller fallen als die Fördersätze gekürzt werden. Wenn der jährliche Zubau der Fotovoltaik-Anlagen auf dem Niveau von rund 7.500 MW bleiben würde, wären die im Szenariorahmen für den Netzausbau erst für das Jahr 2022 geplanten Werte viel früher erreicht. Und zwar schon spätestens etwa Ende 2015. Aus dieser Entwicklung Schlüsse zu ziehen, ist aber Sache des Gesetzgebers“, so Kurth weiter. (af)

Foto: Bundesnetzagentur

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