DZAG: Private Käufer agieren antizyklisch auf dem Zweitmarkt

Private Anleger, die auf dem Zweitmarkt antizyklisch handeln, haben im Februar diesen Jahres weiter zugenommen. Außerdem läßt sich sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Investoren ein Trend zur Risikoaversität ausmachen, was sich vor allem auf die Nachfrage nach attraktiven Substanzwerten auswirkt.

Die Aktivitäten von Privatanlegern, die auf den Handelsplätzen der Hamburger Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) eine opportunistische Strategie verfolgen, haben im Februar 2012 weiter zugenommen. Dennoch sanken die Durchschnittskurse von Schiffsfonds auf einen historischen Tiefststand.

Björn Meschkat
Björn Meschkat

Private wie institutionelle Käufer suchten im letzten Monat auf den Zweitmarkt-Plattformen der DZAG einerseits nach sicherheitsorientierten Fonds mit attraktiven Substanzwerten. Andererseits legten Privateleute auf Käuferseite ein neues Investitionsverhalten an den Tag. „Unsere Handelsexperten erhalten verstärkt Aufträge von opportunistisch geprägten Privatinvestoren, die gezielt antizyklisch investieren und auf der Suche nach unterbewerteten Fonds sind“, berichtet Björn Meschkat, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG.

Die Talfahrt der Schiffsfonds setzte sich dennoch auch im Februar 2012 fort: Lediglich 106 öffentliche Handelsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von nominal rund drei Millionen Euro seien in diesem Segment zustande gekommen. Der durchschnittliche Kurs aller Transaktionen sank im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozentpunkte auf einen neuen Tiefststand von 39,7 Prozent.  Die Kursspanne reicht dabei von 88,0 Prozent für den CFB-Fonds Nr. 157 „MS Gabriela“ bis zu 7,5 Prozent für das Schlusslicht, den MPC- Fonds „Offen Flotte“.

Das Immobiliensegment entwickelte sich demgegenüber deutlich stabiler: Rund 230 Anteile an geschlossenen Immobilienfonds mit einem Nominalvolumen von rund 9,5 Millionen Euro wechselten DZAG-Angaben zufolge im Februar den Besitzer. Wie gewohnt standen Shoppingcenter hoch im Kurs: Mit 550,5 Prozent war der „DGA Einkaufs-Center-Immobilienfonds“ von DWS Acces Spitzenreiter. Rang zwei belegte mit einem Kurs von 255,0 Prozent die Offerte „DG Anlage Einkaufs-Center-Fonds“. Aus dem selben Haus stammt allerdings auch das Angebot mit der roten Laterne: Für den DG Anlage 26 Wachstumsfonds Ost wurde mit einem Prozent geboten. Der durchschnittliche Handelskurs für Immobilienfonds lag im Februar mit 48,32 Prozent um 3,02 Prozentpunkte über dem Niveau des Vormonats. (af)

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