Anzeige
Anzeige
7. September 2012, 08:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Private-Equity-Investitionen bleiben Vertrauenssache“

Die Dachfondsanbieterin RWB AG aus Oberhaching hat mittlerweile 28 Private-Equity-Fonds emittiert. Im Interview erläutert Vorstandsmitglied Norman Lemke, warum der Zielfondsmanager so bedeutsam ist.

Norman-Lemke-RWB-126x150 in „Private-Equity-Investitionen bleiben Vertrauenssache“

RWB-Vorstand Norman Lemke

Wie andere institutionelle Investoren bewerten Sie Deutschland als besonders aussichtsreichen Investitionsmarkt und bieten seit November 2011 den SMF Germany III an. Gibt es bestimmte Branchen, die Sie derzeit vorrangig beobachten und werden Sie erneut vornehmlich in reifere Mittelständler investieren?

Lemke: Die Performance der Vorgängerfonds Germany I und II zeigt, dass sich die gewählte Investitionsstrategie einer möglichst breiten Streuung über viele Finanzierungsanlässe und Branchen bewährt hat. Der zentrale Fokus liegt bei uns immer auf der Qualität des Managements der Zielfonds. Sofern erfahrene und engagierte Personen diese Aufgabe übernehmen, kann man auch in schwierigen Zeiten oder Branchen einen Mehrwert erwirtschaften. Diese Fondsmanager lassen sich in Asien genauso finden wie in den USA oder anderen Ländern Europas, also Märkten, in denen wir ebenfalls investieren.

Hatten Sie im laufenden Jahr bereits Exits bei Ihren Beteiligungsunternehmen?

Lemke: Im ersten Halbjahr 2012 konnten wir bereits 34 Exits verzeichnen. Die aktuell erzielten Verkaufsmultiples waren so hoch, dass sie den Durchschnitt über alle Veräußerungen eines Fonds gemessen am sogenannten „realised multiple“ deutlich angehoben haben.

Beschränkt der erschwerte Zugang zu Fremdkapital Ihre Investitionstätigkeit, auch wenn Sie auf Ebene Ihrer Fonds nur Eigenkapital einsammeln und investieren?

Lemke: Nein, denn auch hier liegt der Schlüssel bei den Zielfondsmanagern: Für unsere Portfolios kommen nur Experten in Betracht, die sich auf eine langfristige Wertsteigerung durch operative Verbesserungen in den Unternehmen konzentrieren, anstatt Renditen vorrangig durch „financial engineering“ zu optimieren. Natürlich benötigt man auch für solche Transaktionen Fremdkapital. Gute und solide Unternehmen haben jedoch selbst in der gegenwärtigen Zeit noch Zugang zu Fremdkapital, einen vernünftigen Leverage vorausgesetzt.

Warum verzichten Sie bei der Auswahl der Zielfonds seit einiger Zeit auf externe Berater und decken den Prozess über die Tochtergesellschaft Munich Private Equity Partners (MPEP) mit hausinternem Know-how ab?

Lemke: Seit 2006 haben wir das das interne Portfoliomanagement sukzessive ausgebaut und immer größere Teile des Auswahlprozesses selbst übernommen. Mitte 2011 konnten wir mit John Morrison einen international renommierten und gut vernetzten Geschäftsführer gewinnen, der die Qualität unserer Auswahlprozesse weiter bereichert hat. Inzwischen arbeiten mehr als 20 Analysten und Investmentmanager aus sechs Nationen an den Standorten Oberhaching und Shanghai für die MPEP – mit Erfolg.

Viele Anleger begegnen Private-Equity-Fonds mit Misstrauen, nicht zuletzt aufgrund des konzeptionsbedingten Blind-Pool-Charakters der Beteiligungsangebote. Wie lässt sich das ändern?

Lemke: Private-Equity-Investitionen sind und bleiben immer eine Vertrauensinvestition, egal ob Blind Pool oder Semi-Blind-Pool. Die RWB AG hat mittlerweile 28 Fonds mit gutem oder sehr gutem Track Record aufgelegt. Als einziges Emissionshaus des Marktsegments veröffentlichen wir Quartalsberichte. Darin schaffen wir Klarheit, wie sich unsere Fonds in Bezug auf Abrufe, Rückflüsse und die dabei erzielte Kapitalvermehrung entwickelt haben. International gebräuchliche Kennziffern wie der TVPI geben zudem auch detaillierte Auskunft über die Gesamtperformance. Diese Berichterstattung wird in der jährlichen Leistungsbilanz veröffentlicht und durch einen Wirtschaftsprüfer testiert.

Foto: RWB AG

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Fed betritt mit Geldpolitik unbekanntes Terrain

Nach Jahren der lockeren Geldpolitik steht ein Epochenwechsel ins Haus. In den USA dürfte die Notenbank Fed in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer Bilanzsumme beginnen und damit terra incognita betreten. Die Folgen für die Leitzinsentwicklung

mehr ...

Berater

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...