Oltmann kündigt neuen Schnäppchenfonds für gebrauchte Schiffe an

Die Oltmann Gruppe aus Leer will ab Mitte Dezember 2012 einen eigenkapitalbasierten Fonds anbieten, der in ein aufzubauendes Portfolio aus kleineren Schiffen investiert. Dadurch ließe sich der krisenbedingte Schiffswerteverfall nutzen.

André Tonn

Der Schwerpunkt werde auf kleineren Schiffen, darunter Mehrzweckfrachter, Schwergutschiffe oder Containerfeeder liegen. „Das reine Eigenkapital, eine antizyklische Investition auf historisch niedrigem Preisniveau und die Absicherung durch den Stahlwert entsprechen den geänderten Anlegerbedürfnissen“, sagt André Tonn, geschäftsführender Gesellschafter der Oltmann Gruppe.

Für ihr neues Beteiligungsangebot haben die Nordfriesen die „drei verschiedenen Investitionsprofile sicher, klassisch oder unternehmerisch“ erdacht, die sich hinsichtlich der Rangfolge in der Gewinnzuteilung unterscheiden und dem eine jährliche Nachsteuerrendite auf IRR-Basis von fünf, acht oder über zwölf Prozent der Beteiligungssumme bringen sollen. Der Einstieg ist ab 15.000 Euro möglich, ein Agio wird – wie bei dem Initiator üblich – nicht erhoben.

Wie das Emissionshaus weiter mitteilt, werden die einzelnen Schiffsinvestments so gewählt, dass die Summe der Stahlwerte der im Portfolio vorhandenen Schiffe zuzüglich der freien Liquidität im Fonds dem gebundenen Kapital der Sicherheitstranche nach Investition mindestens entspricht.

„Wir sehen das Fenster für antizyklische Investments aufgrund der ungewöhnlich heftigen und langen Schifffahrtskrise noch bis mindestens Mitte 2013 offen“, sagt Tonn. Schiffe würden oft zu niedrigsten Preisen zwangsverkauft – in besonderen Fällen sogar fast zu Schrottpreisen.

Der angekündigte Fonds ist der zehnte mit antizyklischer Investitionsstrategie. Eigenen Angaben zufolge hat Oltmann für die Vorgängerprodukte rund 166 Millionen Euro Eigenkapital in 54 Schiffe investiert. Zwei dieser Fonds seien bereits wieder aufgelöst worden. Bei nur einem Jahr durchschnittlicher Laufzeit sei eine durchschnittliche Rendite von 35 Prozent nach Steuern (IRR) pro Jahr erzielt werden. (af)

Foto: Oltmann Gruppe

 

 

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