Bei AHS sitzen alle in einem Boot

Der Hamburger Initiator AHS, dessen Schiffssanierungsfonds, Alteigentümer, Befrachter und Reeder haben gemeinsam das 700 TEU-Containerfeederschiff „AHS Winterhude“ günstig erworben. Die Bank, die das Schiff  finanziert hatte, verzichtete auf 90 Prozent der restlichen Kreditforderungen.

Andreas Hülsmann, AHS

Wie AHS mitteilt, sei das Schiff ohne Fremdfinanzierung zum Schrottpreis zuzüglich eines „kleinen Aufschlages“ übernommen worden. Neben dem Emissionshaus und verschiedenen ZOS-Fonds hätten sich Teile der Alteigentümer, die Reederei, der Befrachter sowie ein Berater, der den Kauf begleitete, an dem Deal beteiligt. Damit bestehe eine weitgehende Interessengleichheit zwischen allen Parteien. Die planmäßige Rendite kalkuliert AHS mit mindestens acht Prozent im Jahr über die gesamte Laufzeit.

Die Bank, die das Schiff seinerzeit finanziert hatte, habe nach langen Verhandlungen auf etwa 90 Prozent des bestehenden Kredites verzichtet. Dadurch sei das aktuelle, niedrige Marktratenniveau ausreichend, um oberhalb der Schiffsbetriebskosten zu fahren.

Das Schiff war im April 2011 ohne nennenswerte Beanstandungen zur großen Klasse im Dock. Auch bei der Übernahme hatte die Klassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd keinerlei Beanstandungen zu vermelden; somit sind vorerst seitens etwaiger Reparaturen und aufgrund der reinen Eigenkapitalfinanzierung keine über die Bewirtschaftung hinausgehenden Liquiditätsabflüsse zu erwarten. „Von der veränderten Eigentümerstruktur profitieren alle, ein Verschrottungsszenario wäre insbesondere für die damalige Kreditgeberin schlechter ausgefallen“, sagt AHS-Geschäftsführer Andreas Hülsmann. (af)

Foto: AHS Fondskonzepte

 

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